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Der grüne See

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Ein Projekt unseres Vereins

Pressestimmen

15.Februar 2008 ©kreisblatt

foto Das Modell: Heimatvereinsvorsitzender Dieter Huntebrinker präsentierte sich während der Sitzung mit dem Künstler im Hause Fischer-Blessin in Krukum als Fritz Kamping. Fotos: Jürgen Krämer

Mit Vatermörder, Gehrock und Pellerine

Buer erhält Fritz-Kamping-Skulptur

foto Das Chronometer: Beim Fotoshooting kam's auf die Kette an.
von Jürgen Krämer BUER. „Jetzt weiß ich erst, weshalb diese Kragenform Vatermörder heißt“, sagt Dieter Huntebrinker und lacht. Obwohl der steife Kragen ihm kaum die Möglichkeit zum Atmen gibt, hat sich der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer an diesem Februar-Abend ein Höchstmaß an Selbstdisziplin auferlegt; denn er weiß, weshalb er die Strapazen der Anprobe über sich ergehen lässt: Er steht Modell für eine lebensgroße Skulptur zu Ehren Fritz Kampings (1847–1922), dem bekannten Fleischwarenfabrikanten und Wohltäter aus Buer. Die Idee zu diesem nicht alltäglichen Projekt war am Abend des Heilige-Drei-Könige- Tages entstanden, als sich Huntebrinker und sein Vorstandskollege Jürgen Krämer zufällig im Dorf begegneten und dabei ein Thema erörterten, das in den kommenden Wochen und Monaten den Fokus der Öffentlichkeit auf das Grönegaudorf am Fuße des Stuckenberges richten wird: das 125-jährige Jubiläum des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer. Nachdem der Traditionsverein dem Ort aus Anlass seiner 100-Jahr-Feier den sogenannten „Kirchspielbrunnen“ gestiftet hatte, entstand an jenem tristen Abend im Januar spontan die Idee, anlässlich des 125-jährigen Bestehens mit einem weiteren ortsbildprägenden Geschenk aufzuwarten – in Form eines Fritz-Kamping- Denkmals. Wer aber soll diese Skulptur kreieren? Eine Antwort auf diese Frage war rasch gefunden. Nachdem Peter Fischer- Blessin in den vergangenen Jahren in Melle-Mitte mit überaus großem Erfolg die Skulpturen- Projekte „Pinsel und Think“ sowie „Kohlbrinkschüler“ realisiert hatte, nahmen die Heimatfreunde kurz darauf Kontakt mit dem in Krukum lebenden Künstler auf. Es folgte ein erstes Informationsgespräch, dem sich eine außerordentliche Vorstandssitzung anschloss – ein Treffen, das mit der einstimmigen Auftragsvergabe an den Bildhauer endete. Um Peter Fischer-Blessin die Arbeit bei der Gestaltung der Figur zu erleichtern, zogen die Bueraner Heimatfreunde alle Register: Sie stellten Fotos zusammen, auf denen Kamping in unterschiedlichsten Lebensstationen zu sehen ist, und sie lieferten nach Auswertung historischer Dokumente eine schriftliche Personenbeschreibung. Damit nicht genug: Außerdem gewannen sie mit der Leiterin der Trachten- und Brauchtumsgruppe des Heimatvereins Borgloh, Elisabeth Benne, eine wichtige Mitstreiterin in Sachen Fritz-Kamping- Skulptur. Die gebürtige Gesmolderin wählte aus ihrem reichhaltigen Fundus all jene Kleidungsstücke aus, die Kamping in ähnlicher Form zu Lebzeiten trug, darunter Gehrock, Chemisette, Stehkragen und Manschetten. Da es allerdings an einer geeigneten Pellerine mangelte, bewies die Expertin Improvisationstalent. Als Ersatz lieferte sie den Umhang der Osnabrücker Landwehr- Tracht. „Da sieht man kaum einen Unterschied“, urteilte Elisabeth Benne. „Diese Vorbereitung ist einfach einmalig“, freute sich Peter Fischer-Blessin, der das „Modell“ aus allen Blickwinkeln mit seiner Digitalkamera ablichtete. Auf diese Weise erhalte er hervorragende Vorlagen für seine Arbeit – ein Projekt, das bis zum Herbst zum Abschluss gebracht werden soll. Als Standort für die Skulptur ist der Vorplatz der St.-Martini-Kirche im Gespräch. „Nur wenige Meter von den Portalen entfernt könnte Fritz Kamping dann alle Passanten mit dem Hut in der Hand freundlich grüßen“, so Huntebrinker abschließend.

foto Der Künstler: Mit seiner Digitalkamera lichtete Peter Fischer- Blessin das Modell ab, um gute Vorlagen für die Figur zu erhalten.
foto Die Utensilien: Rund hundert Jahre alt sind Stehkragen, Fliege und Manschetten, die bei dem Fototermin eine große Rolle spielten.
foto Die Trachten-Expertin: Professionell legte Elisabeth Benne Dieter Huntebrinker die historische Kleidung an.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse/Massnehmen

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