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Der grüne See

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Pressestimmen

18.Juli 2008 ©kreisblatt

foto Sichtlich zufrieden: Firmenchefin Marianne Schwab präsentierte die Beine der Skulptur.
foto Spannender Augenblick: Aus einer zuvor auf mehr als 1000 Grad Celsius erhitzten Pfanne ergoss sich die flüssige Bronze in die Form. Kein Wunder, dass die Arbeiter bei derart hohen Temperaturen Schutzkleidung tragen müssen. Fotos: Jürgen Krämer

foto Einsatz bei Hitze: Cengiz Akdeniz beim Vorheizen der Gusspfanne.

Bronze schoss zischend in die Form

Fritz-Kamping-Statue soll im September offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden

Von Jürgen Krämer
BUER/SPRAKEL.Die Fritz- Kamping-Statue geht ihrer Vollendung entgegen. Am Mittwoch erfolgte mit dem Guss des Kopfes die Fertigstellung des letzten von fünf Einzelteilen der Skulptur, die im September aus Anlass der 125-Jahr-Feier des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer vor den Portalen der St.-Martini-Kirche offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden soll. Es war schon beeindruckend, als die flüssige, rund 1200 Grad heiße Bronze in der Kunstgießerei Schwab in Sprakel bei Münster vor den Augen einiger der Vorstandsmitglieder Dieter Horst, Dieter Huntebrinker, Rolf Kellermann und Jürgen Krämer sowie weiterer Heimatfreunde zischend in die gebrannte Form schoss. Die Produktion der Figur erfolgte im sogenannten Wachsausschmelzgussverfahren. „Diese Art des Gusses findet bei formtechnisch schwierigen Figuren Anwendung“, erläuterte Firmenchefin Marianne Schwab im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Ablauf: Nachdem Künstler Peter Fischer-Blessin aus Krukum das Gipsmodell der lebensgroßen Figur zum Fachbetrieb transportiert hatte, musste diese zunächst in eine Blindform eingebettet werden. Anschließend erfolgte der Aufbau von zweiteiligen Gipsstützschalen, in die flüssiges Silikonkautschuk eingegossen wurde. „Die Negativform aus Kautschuk zeigt alle Feinheiten des Originals, beispielsweise den Bart Fritz Kampings“, erläuterte Marianne Schwab. In diese Negativform sei daraufhin eine mehrere Millimeter starke Wachsschicht aufgetragen worden, die der späteren Wandstärke des Gussstückes entsprach. Am Ende sei die Vorlage aus produktionstechnischen Gründen in fünf Teile zerlegt worden. Nächster Schritt: Nach dem Anbringen von Eingussund Entlüftungskanälen, wurden die fünf Bestandteile der Figur in eine keramische Masse eingegossen – und nach dem Erstarren des Materials wanderten die Blöcke in einen Brennofen, in dem das Wachs bei hohen Temperaturen ausgeschmolzen wurde. Danach stand dem eigentlichen Gussvorgang nichts mehr im Wege. „Ist die Bronze erstarrt und weit genug abgekühlt, wird die Form zerschlagen, um den Rohguss zu gewinnen“, so die Gießereibesitzerin. In den nächsten Tagen und Wochen soll an der Figur der Feinschliff vorgenommen werden. So wird ein Ziseleur zunächst vorsichtig die Eingusskanäle
foto Spezialist bei der Arbeit: Dieter Zinke erstellte die Wachsformen für die Fritz-Kamping-Statue, die schon bald zur optischen Aufwertung des Kirchplatzes in Buer beitragen soll.
abtrennen und mit einem großen Arsenal von Spezialwerkzeugen die Überarbeitung der einzelnen Elemente vornehmen. Im Folgenden werden die fünf Elemente der Figur unter Schutzgasatmosphäre zusammengeschweißt. „Die dabei entstehenden Schweißnähte werden dann so überarbeitet, dass sie praktisch unsichtbar sind“, führte Marianne Schwab aus. Am Ende werde die Fritz- Kamping-Skulptur so genau wie irgend möglich dem Originalsmodell des Krukumer Künstlers Peter Fischer-Blessin entsprechen, das der Ziseleur bei seinen Arbeiten ständig zum Vergleich heranziehe. Letzter Produktionsschritt: Die abschließende Behandlung übernimmt der Patineur. Durch seine aufgepinselten Lösungen erzielt er dank chemischer Prozesse auf der Oberfläche die gewünschte Patina – „und nach einer Konservierungsbehandlung wird die Skulptur dann für den Abtransport nach Buer bereitstehen“, machte Marianne Schwab abschließend deutlich.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse/Giessen

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