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Der grüne See

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Pressestimmen

15.September 2008 ©kreisblatt

„Die Freude an Gottes schöner Natur wecken“

Vorsitzender Dieter Huntebrinker hielt beim Festakt in der St.-Martini-Kirche Rückschau – Das nächste Projekt steht bereits vor der Tür

jk BUER. „Der Verein will dem Allgemeinen dienen, angenehm Herz und Auge erfreuend und jedermann zugängliche Orte erschließen und die Freude an Gottes schöner Natur wecken.“ Dieses Ziel hatten sich einige zukunftsorientierte Bürger auf die Fahnen geschrieben, als sie im Jahr 1883 den Heimat- und Verschönerungsverein Buer aus der Taufe hoben. Dieter Huntebrinker, seit 1996 Vorsitzender der traditionsreichen Organisation, stellte dieses Zitat am Samstagnachmittag während des Festaktes zum 125-jährigen Vereinsjubiläum an den Anfang seiner Rückschau auf die Historie der Bueraner Heimatfreunde. Bekannte Persönlichkeiten wie Georg-Karl Eicke (Vorsitzender von 1883–1886), Gustav Struck (1886–1896), Carl Ledebur (1896–1905), Fritz Kamping (1905–1922), Ludwig Rögge (1922–1930), August Behrens (1930–1932, Friedrich Unland (1932–1959) und Wilhelm Hensiek (1959–1996) seien es gewesen, die den Verein engagiert geführt und – unterstützt von ihren Vorstandskollegen – mit Leben erfüllt hätten. Am Beispiel der jüngeren Vereinsgeschichte zog der Redner eine durchweg positive Bilanz: Vortragsabende und Ausstellungen im Heimathaus, ein attraktives Wanderwegenetz, das das gesamte Kirchspiel durchziehe, attraktive Jahresfahrten und gelungene Wanderungen seien der beste Beweis dafür, dass der Verein mitten im Leben stehe. Worte des Dankes richtete Huntebrinker an drei Mitstreiter, die an der Basis zusammen mit ihm regelmäßig Kärrnerarbeit leisten: die Vorstandsmitglieder Hartmut Langenberg und Rolf Kellermann sowie Vereinsmitglied Irmgard Buth. Als die 125-Jahr-Feier am späten Samstagnachmittag mit einer Kaffeetafel unter der Regie des Landfrauenvereins im Gemeindehaus am Heckengang zu Ende ging (Grußworte entboten dabei unter anderem Bundestagsabgeordneter Georg Schirmbeck und der Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Hartmut Wippermann), freuten sich die Verantwortlichen über die gelungene Jubiläumsveranstaltung. Und: Sie richteten den Blick bereits auf das nächste Projekt – die Erneuerung des Glockenstuhls in Holzhausen, das in diesen Wochen nach monatelanger Vorbereitung unter der Federführung von Vorstandsmitglied Dieter Horst realisiert wird. foto Begrüßung im Sonnenschein: Bei herrlichstem Spätsommerwetter hieß Vorsitzender Dieter Huntebrinker (am Rednerpult) die Teilnehmer der Jubiläumsfeierlichkeiten auf dem Kirchplatz in Buer willkommen.

Neudeck: Fritz Kamping war der Bill Gates von Buer

Schleef: Was Heimatvereine leisten, ist mit Geld nicht aufzuwiegen

jk BUER. Als Kristin Auf der Masch am 17. Mai 1996 das Licht der Welt erblickte, ahnte sie noch nicht, dass sie auf den Tag genau 149 Jahre nach der Geburt Fritz Kampings geboren wurde – eine Tatsache, die ihr am Samstagnachmittag eine besondere Aufgabe zuteil werden ließ. Zu Beginn der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer war es der Enkeltochter von Ortsbürgermeister Georg Harms mit dem Enthüllen der Fritz-Kamping-Statue vorbehalten, die offizielle Einweihung des Denkmals zu vollziehen – ein feierlicher Akt, der von den rund 350 Gästen mit Beifall aufgenommen wurde. „Der Heimat- und Verschönerungsverein Buer begeht sein 125-jähriges Bestehen, und wir haben Anlass zu danken. Zu danken all jenen Menschen, die uns in dieser Zeitphase unterstützt und besonders den Menschen, die sich für unseren Ort engagiert haben. Als Geste des Dankes möchten wir ein Einwohnern unseres Kirchspiels etwas zurückgeben und ein Geschenk machen – in Form der Fritz- Kamping-Skulptur“, betonte Vorsitzender Dieter Huntebrinker in seiner Eröffnungsrede. Kamping, der von 1847 bis 1922 lebte und als wohlhabender Fleischwarenfabrikant zahlreiche gemeinnützige Projekte auf den Weg brachte beziehungsweise unterstützte, rage „als Leuchtturm aus der Gruppe von Menschen heraus, die sich um unser Dorf verdient gemacht haben“. Aus diesem Grunde sei es gut und richtig, dieser Person ein Denkmal zu setzen. Der Redner dankte im Folgenden zum einen Künstler Peter Fischer-Blessin, der die Bronzefigur auf hervorragende Weise realisiert habe, zum anderen allen Sponsoren wie der Bürgerstiftung und der Kreissparkasse Melle, die das Projekt finanziell unterstützten. Nach der Bestimmungsübergabe des Denkmals, die von einer Bläsergruppe aus Wellingholzhausen unter der Leitung von Dennis Diekmann musikalisch umrahmt wurde, begaben sich die Teilnehmer zum Festakt in die St.-Martini-Kirche. „Fritz Kamping war ein Mensch, der für Buer viel getan hat – und auch der Heimat- und Verschönerungsverein bewirkt viel Gutes für das Dorf und seine Umgebung“, rief Pastorin Annette Lehmann in ihrer Begrüßungsansprache aus. Es war der Wunsch der Geistlichen, dass es durch die Figur zu mehr Leben auf dem Kirchplatz kommen möge – beispielsweise durch Kinder, die sich dort zum Spielen verabredeten. Landrat Manfred Hugo, der die Grüße des Landkreises Osnabrück übermittelte, zeigte sich erfreut darüber, dass der Festakt in einem Gotteshaus abgehalten wurde, um danach einen Bezug zur Jubiläumsorganisation herzustellen: „125 Jahre Heimat- und Verschönerungsverein Buer ist auch Ausdruck des Geistes, der in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts durch die Erweckungsbewegung Land ausging“, sagte der Redner. Seinerzeit habe eine Aufbruchstimmung geherrscht, in der viele Bürger erkannt hätten, „dass man für sein Gemeinwesen einstehen muss“. Auch in Buer hätten sich verantwortungsbewusste Menschen von diesem Geist leiten lassen. So seien die Gründer des Jubiläumsvereins bereit gewesen, sich für die Allgemeinheit einzusetzen – ein Engagement, das nachfolgende Generationen mit Erfolg fortgesetzt hätten. Stellvertretender Bürgermeister Burghardt Schleef, der im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Melle ein Grußwort entbot, rief die Initiative von Vorstandsmitglied Jürgen Krämer in Erinnerung, dem Jubiläumsjahr mit dem Kamping-Projekt einen besonderen Stempel aufzudrücken. Anschließend würdigte er die engagierte Arbeit aller Heimatfreunde im Grönegau in den Bereichen Naherholung und Kulturförderung am Beispiel des Bueraner Vereins: „Hier wird etwas geleistet, das wir nicht mit Geld aufwiegen können.“ Ulrich Gövert, Präsident des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems, rief anschließend in Erinnerung, dass seine Organisation im Jahre 1908 unter anderem vom Heimat- und Verschönerungsverein Buer aus der Taufe gehoben worden war, und stellte mit Blick auf die erfolgreiche Arbeit der Jubiläums- Organisation anerkennend fest: „Wir sind stolz auf diesen Verein.“ Der Vorsitzende des Heimatbundes Osnabrücker Land, Jürgen Eberhard Niewedde, machte mit wohlgesetzten Worten deutlich, dass das Fritz-Kamping-Projekt von Teilen der Öffentlichkeit durchaus kritisch begleitet wurde. Für ihn gab es allerdings keinen Zweifel: „Solche Aktionen tragen zur Individualisierung und Imagebildung der Dörfer bei. Mein persönlicher Wunsch ist es, dass dieses Vorhaben in möglichst vielen Gemeinden des Osnabrücker Landes ortsspezifisch nachgeahmt wird.“ Der Menschenrechtler Dr. Rupert Neudeck, der auf Einladung des Jubiläumsvereins den Festvortrag hielt, legte seinen Ausführungen das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zugrunde. Als Kernpunkt auf dem Weg zu einer besseren Welt nannte der Redner die Grundfrage, „ob wir uns beim Bewältigen der Probleme auf dieser Erde als Nächster oder als Zuständiger empfinden“. Und, so Neudeck: „Auf dem Weg zu einer gerechten Weltgesellschaft braucht man Menschen, an denen man sich orientieren kann – wie Fritz Kamping, den Bill Gates von Buer.“
foto Feierliche Handlung: Kristin Auf der Masch nahm vor den Augen der Gäste das Enthüllen des Denkmals vor.
foto Engagiert und kompetent: Dr. Rupert Neudeck hielt im Altarraum der St.-Martini-Kirche seinen Festvortrag zum Thema „Eine bessere Welt“. Fotos: Jürgen Krämer
foto Äußerte sich lobend über die Skulptur: Landrat Manfred Hugo (rechts), hier im Gespräch mit Künstler Peter Fischer-Bessin.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse/Einweihung

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