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Der grüne See

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Pressestimmen

15.Oktober 2008 ©kreisblatt

foto Auf jeden Zentimeter kam es an: Unter Einsatz eines Teleskopkrans wurde der Glockenstuhl am späten Montagnachmittag auf dem Schlichteberg aufgestellt. Fotos: Jürgen Krämer

Schon bald soll die Glocke erschallen

Hölzerne Zwille auf dem Schlichteberg aufgestellt

Von Jürgen Krämer BUER. Seit einiger Zeit ist ihre eherne Stimme verstummt. Die Rede ist von der Dorfglocke auf dem Schlichteberg in Holzhausen. Aber schon bald soll der Klangkörper wieder weithin erschallen und der Bevölkerung von Freud und Leid im Orte künden – dann allerdings in einem neuen Glockenstuhl, der am späten Montagnachmittag von Anwohnern und weiteren Helfern unter der Federführung von Tischlermeister Gert Möller aus Buer an malerischer Stelle errichtet wurde. Dorfglocken haben in Holzhausen eine lange Tradition, deren Anfänge allerdings im Dunkel der Geschichte vorborgen geblieben sind. „Es soll mindestens drei gegeben haben“, berichtet Friedel Oberdiek, der in unmittelbarer Nähe des Glockenstandortes wohnt. Ursprünglich habe die Holzhausener Glocke „auf Wellmanns Hof unten im Ort“ geläutet. Kurz vor der kommunalen Gebietsreform hätten die Verantwortlichen der damals noch selbstständigen Gemeinde Holzhausen im Jahre 1972 den Beschluss gefasst, den Standort für den Klangkörper auf den Schlichteberg zu verlegen. Mehr als 30 Jahre lang erschallte die Glocke vor den Toren des Wildparks – ein Zeitraum, in dem Wind und Wetter dem nur rund drei Meter hohen Glockenstuhl dermaßen zusetzten, dass dieser mehr und mehr baufällig wurde. „Im ausgehenden Winter 2007 entstand in der Bevölkerung des Ortes der Wunsch, ein neues Bauwerk zu realisieren“, erläutert Dieter Horst, der selbst Holzhausener Bürger und stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer ist. Im Folgenden sei es zu Zusammenkünften gekommen, in deren Verlauf auch Alternativstandorte für die Glocke diskutiert worden seien. „Am Ende gab es allerdings ein überwältigendes Votum für den Standort
foto Haben ihre helle Freude an der glänzenden Glocke: Dieter Horst und sein zweijähriger Enkel Lasse.
am Schlichteberg“, so Horst. Das Projekt geriet in der Folgezeit zu einem wahren Gemeinschaftswerk: Ortsratsmitglieder, Holzhausener Bürger, die Familie Emanuel als Grundstückseigentümer und die Bueraner Heimatfreunde machten den neuen Glockenstuhl zu ihrem Thema. Allgemeiner Tenor: Der Klangkörper sollte in einer hölzernen Zwille aufgehängt werden – einem Eichenbaum mit zwei mächtigen Stammausbreitungen, der schließlich in Meesdorf aufgetan wurde. „Wir haben den etwa neun Meter langen Stamm entrindet und vom Splint befreit“, berichtet Tischlermeister Möller. Die Zwille werde von vier großen Streben gestützt, die in Betonfundamenten fest im Boden verankert seien. Auch Dieter Stiegemeyer aus der Nachbarschaft brachte sich aktiv in das Projekt ein – beispielsweise, indem er die Glockenhalterung aufwändig sanierte und dem im Jahre 1920 aus Bronze gegossenen Klangkörper unter Einsatz eines Sandstrahlgebläses zu neuem Glanz verhalf. Schon jetzt freuen sich die Holzhausener, denn noch im Oktober soll der neue Glockenstuhl offiziell eingeweiht werden
foto Der Mann an der Zwille: Tischlermeister Gert Möller und seine Mitarbeiter setzten das Projekt handwerklich um.
foto Verzweigt und scharfkantig: Mit solchen Metallteilen wurde der Glockenstuhl im Betonfundament verankert.
foto Mit vereinten Kräften: Vor der Montage der Streben wurde die Zwille in die richtige Position gebracht.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse/Glockenstuhl

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