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Der grüne See

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Pressestimmen

21.Dezember 2009 ©kreisblatt

Flotter Flitzer für eine Mellerin

Ursula Melching gewann Ford Ka – „Meller Menschen 2009“ geehrt

foto Mit Urkunden und Blumen geehrt (von links): Mechthild Weber, Gisela Bungard, Christa Foht, Hartmut Langenberg (mit Ehefrau Annemarie), Margret Seelhöfer und Magdalene Huhmann.Foto: Jürgen Krämer
jk MELLE. Als Helge Klinger und Torsten Beckötter vom Vorstand der Werbegemeinschaft Melle City gestern Nachmittag an der Haustür klingelten, hatte Ursula Melching zunächst eine Vermutung. „Das sind sicherlich Leute, die am vierten Advent um eine Spende für einen mildtätigen Zweck bitten wollen“, war sich die Mellerin ziemlich sicher – und hatte damit weit gefehlt. Denn die Repräsentanten der Kaufmannschaft überraschten die Dame mit einer erfreulichen Nachricht: „Sie sind die Hauptpreisträgerin unserer Weihnachtsverlosung – Sie haben einen funkelnagelneuen Ford Ka Trend 1,2 im Wert von 11840 gewonnen!“ Traditionsgemäß bildete die 33. Weihnachtsverlosung den abschließenden Höhepunkt im Jahresprogramm der Werbegemeinschaft und erwies sich trotz Eiseskälte und starker Schneefälle als echter Anziehungspunkt. „Wir freuen uns sehr, das heute so viele Besucher ihren Weg zu uns in das Forum gefunden haben“, betonte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Michael Sutmöller, bei der Begrüßung der mehr als 400 Gäste. Der Redner erinnerte daran, dass die Weihnachtsverlosung dieses Mal mit rund 60000 Einsendungen einen absoluten Teilnahmerekord verzeichnete – „eine Tatsache, die für die Attraktivität dieser Aktion spricht“. „Nikolaus und Weihnachtsmann“ und „Wolfgang Amadeus“ waren nur zwei von zahlreichen Gesangsdarbietungen, mit denen die Chor-Arbeitsgemeinschaft des Gymnasiums Melle unter Stabführung von Christoph Lanver den Nachmittag bereicherte – und Hardy Witte zog am Keyboard alle Register seines Könnens, um die Gäste mit weihnachtlichen Melodien zu erfreuen. Besonderes Novum im Programm, durch das erstmalig Jörg Oberwestberg führte: Die Auszeichnung der „Meller Menschen 2009“, bei der Bürgerinnen und Bürger in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurden, die sich uneigennützig im Hintergrund für das Wohl der Allgemeinheit engagieren. Im Gespräch mit Jörg Oberwestberg und Michael Sutmöller berichteten Gisela Bungard, Christel Foht und Mechthild Weber (Arbeitskreis Ferienaufenthalt für Kinder aus der Region Gomel), Vorstandsmitglied Hartmut Langenberg (Heimat- und Verschönerungsverein Buer) sowie Magdalene Huhmann und Margret Seelhöfer (Team des von der evangelischen und katholischen Kirche getragenen Krankenhausbesuchsdienstes im Christlichen Klinikum) über ihr uneigennütziges Wirken, vom dem ungezählte Mitmenschen profitieren. Als äußeres Zeichen der Anerkennung konnten die Geehrten zum Abschluss aus der Hand von Sutmöller eine Urkunde der Werbegemeinschaft in Empfang nehmen. Zu einem optischen Glanzlicht der Veranstaltung geriet erwartungsgemäß der Auftritt der Ballettgruppe des SC Melle 03, die unter der Gesamtleitung von Miriam Brauers Ausschnitte aus dem Ballett „Der Nussknacker“ präsentierte. Es versteht sich von selbst, dass die Auftritte der jungen Damen mit tosendem Applaus bedacht wurden. Einen weiteren Höhepunkt bildete die Ziehung des Hauptpreises – eine Aufgabe, die Gisela Bungard übernahm. Zudem kam es bis zum Abend zur Verlosung zweier Heimtrainer im Gesamtwert von 800 Euro, über die sich Lucia Rohling aus Altenmelle und Ingrid Schorfheide aus Melle-Mitte freuen dürfen. Außerdem wurden insgesamt 25 Präsentkörbe im Wert von jeweils 40 Euro und speziell unter den Veranstaltungsteilnehmern nicht weniger als 50 Dauerwürste verlost. Viel Beifall gab es beim großen Finale, als Michael Sutmöller mit Ursula Melching die Hauptpreisträgerin der Weihnachtsverlosung bekannt gab – verbunden mit dem Wunsch auf „allzeit gute Fahrt“ an die sichtlich erfreute Gewinnerin. Worte des Dankes richtete der Vorsitzende abschließend an alle Akteure vor und hinter den Kulissen, dabei insbesondere Conférencier Jörg Oberwestberg, der erstmalig durch das Programm geführt hatte: „Jörg hat einen hervorragenden Job gemacht, und wir sind sicher, dass er die Weihnachtsverlosung heute nicht zum letzten Mal moderierte!“

8.Dezember 2009 ©kreisblatt

foto Herzlichen Glückwunsch: Das silberne Verbandsabzeichen des Wiehengebirgsverbandes übergab dessen Präsident Ulrich Gövert (rechts) an den Bueraner Heimatvereinsvorsitzenden Dieter Huntebrinker. Fotos: Jürgen Krämer
foto Sie bestimmen, was auf dem Glockentürmchen erklingt: Der Liedausschuss, bestehend aus Roswitha Korfhage, Mattias Breitenkamp und Eduard Korfhage (von links), fand in dem Lingener „Rathaus-Kantor“ Hans-Dieter Thomas (rechts) einen interessanten Gesprächspartner.

Heller Klang erfreut Herzen der Bueraner

Einweihung des Glockenspiels mit 300 Gästen – Wertschöpfung für die Allgemeinheit von 120000 Euro

foto Begrüßung im Freigelände: Zum Auftakt der Einweihungsfeierlichkeiten hieß der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins, Dieter Huntebrinker, die 300 geladenen Gäste im Schatten des Glockenspiels willkommen
Von Jürgen Krämer
BUER. Freudentag im Grönegaudorf am Fuße des Stuckenberges: Mit einer Feierstunde, zu der sich rund 300 geladene Gäste versammelt hatten, hat der Heimat- und Verschönerungsverein Buer am Wochenende das wiederhergestellte Bueraner Glockenspiel offiziell eingeweiht. Wie hell und klar die insgesamt 35 Glocken erschallen, ließ der Lingener „Rathaus- Kantor“ Hans-Dieter Thomas, der Glockenspiele in aller Welt mit Liedsätzen und deren Einspielungen versorgt, gleich zum Auftakt deutlich werden, und zwar mit der Wiedergabe des sogenannten „Big-Ben- Schlags“. „Wir haben es geschafft, innerhalb von nur fünf Monaten dieses Wahrzeichen unseres Ortes wieder mit Leben, ja mit Klang zu erfüllen“, rief Vorsitzender Dieter Huntebrinker in seiner Begrüßungsansprache aus. 32 Jahre lang – vom 2. Advent 1962 bis zum Jahre 1994 habe an dieser Stelle der Klang von 35 Glocken die Bewohner des Ortes, aber auch viele Besucher von außerhalb erfreut. Dann seien sie für 15 Jahre verstummt, „und heute freuen wir uns sehr, dass so viele Gäste gekommen sind, um in dieser für uns alle Bueraner sehr frohen Stunde dabei zu sein“. Im Folgenden stellte der Redner mit Bürgermeister André Berghegger, dem Ersten Kreisrat Reinhold Kassing und Josef Theißing als Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Melle drei Persönlichkeiten heraus, die sich mit Erfolg für eine „erhebliche finanzielle Unterstützung unseres Projektes einsetzten“. In einer Rückschau erinnerte Huntebrinker daran, dass in der Firma Korfhage in Buer seit nunmehr 200 Jahren Uhren und seit 100 Jahren Glockenspiele gefertigt werden. „Im Ursprung wurden hier sogar Glocken gegossen“, so der Vorsitzende. Als besonders bemerkenswert bezeichnete es der Redner, „dass die Handwerkskunst des Turmuhrenund Glockenspielbaus aus Buer heute in mehr als hundert Orten auf fast allen Kontinenten dieser Erde präsent“ sei. Vom zweiten Advent 1962 bis zum Jahre 1994 habe das Bueraner Glockenspiel den Unternehmenskomplex der Firma Eduard Korfhage & Söhne an der Osnabrücker Straße geziert, sagte Huntebrinker weiter. Dem Umzug des Betriebs in angepasste Produktionsgebäude an der Wiehengebirgsstraße, „folgte der sehr plötzliche erzwungene Abbau der Anlage“. Mehrfach habe der Heimat- und Verschönerungsverein in der Folgezeit eine Wiederherstellung der Anlage zu realisieren versucht, sei damit allerdings gescheitert. Die Veränderung der Besitzverhältnisse dieses Firmenareals führten nach Darstellung des Redners im Mai dieses Jahres zu einer neuen Situation. „Zusammen mit Eduard Korfhage haben wir Heinz Hemmen, den geschäftsführenden Gesellschafter der Neuero Farm- und Fördertechnik, als neuen Besitzer der Immobilie aufgesucht und sofort ein positives Signal für unsere Überlegungen und Planungen erhalten“, hob Huntebrinker hervor. Für diese spontane Unterstützung gebühre der Familie Hemmen ein herzlicher Dank. Im Juni hätten dann die konkreten Planungen begonnen – mit der Erkenntnis, dass die gesamte Neuanlage eine Wertschöpfung für die Allgemeinheit in Höhe von ungefähr 120000 Euro darstellte. „Doch wir hatten als großes Kapital die 35 Glocken, die Eduard Korfhage uns und damit unserem Ort Buer als Stiftung zur Verfügung gestellt hat. Danke, Eduard Korfhage! Dieses ist die Grundlage des heutigen Tages“, unterstrich der Vorsitzende. Der Heimat- und Verschönerungsverein sei sich bereits früh im Klaren darüber gewesen, dass sich das finanzielle Engagement für die Wiederherstellung auf eine Summe von etwa 70 000 Euro hin bewegen werde, erläuterte der Redner. 20 000 Euro als Eigenleistung und Materialspenden seien eingeplant und erreicht worden – und 50 000 Euro Bargeldmittel für die aufwendige und technisch zeitgemäße Glockenspieltechnik sowie das Neustimmen der 35 Bronzeglocken und die Neugestaltung des Turmes mit einer Kupferummantelung. „Wir haben es in fünf Monaten geschafft“, stellte Huntebrinker heraus. Der Vorsitzende hob in diesem Zusammenhang hervor, das insgesamt 160 Personen an der Umsetzung der Maßnahme beteiligt waren. Insgesamt habe der Verein Fördermittel in Höhe von 25 000 Euro erhalten. Hinzu kämen Geldspenden von 90 Personen in einer Gesamthöhe von etwa 23 000 Euro. Zudem hätten mehr als 30 Bürger und Firmenchefs den Heimatverein „mit kostenfreien Sachleistungen aus den Möglichkeiten ihres Gewerbes“ im Wert von etwa 20 000 Euro geholfen. „Und ungefähr 40 Personen haben mit ihren Händen angefasst“, berichtete Huntebrinker. Stellvertretend für alle Beteiligten nannte er besonders das „Team Elektrotechnik“ von Herbert Schoppmeyer und Friedel Niedermeier, die sich tagelang im und auf dem zugigen Turm mit der Installation der gesamten elektrischen Anlage befassten. In Grußworten würdigten Bürgermeister André Berghegger, Erster Kreisrat Reinhold Kassing, Ortsbürgermeister Georg Harms, Sparkassendirektor Josef Theißing, der stellvertretende Vorsitzende des Heimatbundes Osnabrücker Land, Jürgen Kipsieker und Ulrich Gövert als Präsident des Wiehengebirgsverbandes Weser- Ems (WGV) die Wiederherstellung der Glockenspiel als großartiges Gemeinschaftswerk. Kassing wörtlich: „Hier wurde eindrucksvoll gezeigt, was Bürger für Bürger leisten können. Das ist symbolisch für bürgerschaftliches Engagement im gesamten Osnabrücker Land.“ Worte des Dankes galten dabei neben den vielen Mitstreitern in besondere Weise der Dieter Huntebrinker, der seit nahezu 15 Jahren an der Spitze der Bueraner Heimatfreunde steht und für sein verdienstvolles Wirken von Gövert mit dem WGV-Verbandsabzeichen in Silber ausgezeichnet wurde. Nach einem Schlusswort, das der stellvertretende Heimatvereinsvorsitzenden, Dieter Horst, formulierte, und weiterführenden Erläuterungen zum Glockenspiel durch Kirchenmusiker Matthias Breitenkamp ging es zum gemütlichen Teil über – mit einer großen Kaffeetafel, die der Landfrauenverein Buer in vorbildlicher Weise arrangiert hatte. Weitere Bilder gibt es im Internet unter www.mkr-net.de

foto Mit offenen Ohren: Aufmerksam lauschten die Gäste, als Hans-Dieter Thomas zu Beginn der Einweihungsfeierlichkeiten das Glockenspiel erklingen ließ.
foto Mustergültige Bewirtung: Mitglieder des Landfrauenvereins Buer mit Lore Wöhrmann (Dritte von links) an der Spitze versorgten die Teilnehmer mit Kaffee, Kuchen und Tortenspezialitäten.

3.Dezember 2009 ©kreisblatt

Glocken im Kirchspiel Buer großes Thema

Sonderausstellung eröffnet

foto Stellte während der Eröffnung auch kleinere Einzelstücke vor: Organisatorin Irmgard Buth. Foto: Jürgen Krämer
jk BUER. Es gibt kaum ein Kirchspiel im Osnabrücker Land, in dem sich so viel um Glocken dreht wie in Buer. In den Kirchen St. Martini und St. Marien rufen sie die Gläubigen zum Gottesdienst. In den kleinen Bauerschaften um das Kirchdorf herum verkünden sie Freud und Leid – und ein bekannter Bueraner Unternehmer sorgt dafür, dass Glockenspiele „made im Grönegau“ weltweit einen hervorragenden Klang haben – und das im besten Wortsinn. Die bevorstehende Einweihung des wiederhergestellten Bueraner Glockenspiels nahm der Heimat- und Verschönerungsverein Buer zum Anlass, eine besondere Ausstellung vorzubereiten. „Die Glocken im Kirchspiel Buer“ lautet der Titel der Präsentation, die jetzt im Heimathaus Osnabrücker Tor offiziell eröffnet wurde. Glocken spielten, wie Texte aus der Tschou-Dynastie (1027– 221 v. Chr.) berichten, bereits im alten China eine wichtige kultische Rolle. „Seit Jahrtausenden begleiten sie die Menschen durch Freud und Leid“, betonte Heimatvereinsvorsitzender Dieter Huntebrinker in seiner Begrüßungsansprache. Im Kirchspiel Buer verbinde man „mit dem Begriff Glocke sehr viel Positives“. Um das herauszustellen, bereiteten die Bueraner Heimatfreunde in den vergangenen Wochen unter der Federführung von Irmgard Buth die Sonderschau vor. „Wir sind der Organisatorin zu großem Dank verpflichtet“ unterstrich Huntebrinker. In diesen Dank schloss er ausdrücklich auch Irmgard Buths Mitstreiterin Marlies Metting und alle übrigen Helfer ein. Welche Geschichte besitzen die Bueraner Kirchenglocken? Zu welchen Anlässen werden die Dorfglocken in den Kirchspieldörfern geläutet? Was hat es mit dem Bueraner Glockenspiel auf sich – und was verbirgt sich hinter dem plattdeutschen Begriff „Klockenschmiär“? So lauten nur einige Fragen, die bei einem Rundgang durch die Ausstellung beantwortet werden. Aufgelockert wird die Schau durch historische und aktuelle Fotos, alte Dokumente und verschiedene Einzelstücke, die unter anderem von Bueraner Familien als Leihgaben zur Verfügung gestellt wurden.
Die Schau ist Samstag, 5. Dezember, von 14 bis 18 Uhr sowie an den Adventssonntagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten sind Führungen möglich. Anmeldungen werden unter Tel. 0 54 27/14 23 entgegengenommen.

17.Oktober 2009 ©kreisblatt

foto Noch verpackt: Nach dem Stimmen in den Niederlanden wurden die insgesamt 35 Glocken – in Folie verschweißt – zurück nach Buer gebracht. foto Traditionsreiches Exponat: Irmgard Buth freut sich darüber, dass in der Sonderausstellung „Glocken im Kirchspiel Buer“ auch dieser im Hause Korfhage gegossene Klangkörper aus dem Jahr 1908 zu sehen sein wird. Fotos: Jürgen Krämer

Schon bald heller Klang

Bueraner gehen mit ihrem Glockenspiel-Projekt auf die Zielgerade

foto Seit wenigen Tagen ist der Turmreiter eingerüstet, der nach den Worten des Heimatvereinsvorsitzenden Dieter Huntebrinker schon bald mit einer Kupferummantelung versehen werden soll.
jk BUER. Die Wiederinbetriebnahme des historischen Bueraner Glockenspiels innerhalb von nur fünf Monaten zu realisieren, hat sich der Heimat- und Verschönerungsverein Buer auf seine Fahnen geschrieben – und bereits jetzt steht fest, dass die Einweihung der Anlage wie geplant am Samstag, 5. Dezember, 14.30 Uhr, in feierlichem Rahmen erfolgen kann. Dass das 120000-Euro- Projekt in dieser Rekordzeit umgesetzt werden kann, ist zum einen dem rührigen Vereinsvorstand sowie den Unternehmerfamilien Korfhage und Hemmen zu verdanken. Zum anderen aber auch zahlreichen Spendern, die das Vorhaben finanziell unterstützen, und etlichen Bürgern, die ihre handwerkliche Kompetenz freiwillig und ehrenamtlich in die Verwirklichung der Maßnahme einbrachten. Einer dieser Mitstreiter ist beispielsweise Dieter Restemeyer aus Markendorf. Er erstellte die Metallkonstruktion, an der die insgesamt 35 Glocken befestigt werden sollen. Das schwergewichtige Gebilde, das sich inzwischen in der Produktionshalle der Firma Korfhage an der Wiehengebirgsstraße befindet, erhält in diesen Tagen einen Anstrich – auch in ehrenamtlicher Arbeit, versteht sich. Auch der seit einigen Jahren im Ruhestand lebende Malermeister Gerd Voth aus Buer greift bei der Reaktivierung des Glockenspiels mit ins Rad, denn für ihn ist es ebenfalls Ehrensache, das Projekt zu unterstützen. Engagierte Ruheständler Gleiches gilt für Gustav Tebbenhoff aus Bennien, der jahrzehntelang in der Turmuhrenfarbrik Eduard Korfhage & Söhne tätig war und in den vergangenen Wochen an seiner Drehbank die Hohlbolzen für die Glockenaufhängung anfertigte. Und dann gibt es noch die Familie Wehrmann in Holzhausen: Während Eduard Korfhage dafür sorgte, dass die Glocken zum Stimmen in den niederländischen Spezialbetrieb Petit und Fritsen gebracht wurden, übernahmen die Wehrmanns den Rücktransport der schwergewichtigen Fracht nach Buer. An diesen Einzelbeispielen, die stellvertretend für weiteres ehrenamtliches Engagement bei diesem Vorhaben stehen, wird eines deutlich: Den Bueraner Heimatfreunden ist es mit dem Glockenspiel- Projekt gelungen, ein Wir- Gefühl im Kirchspiel zu erzeugen. Keine Frage: Seit dem Start der Maßnahme im Hochsommer hat sich im Verborgenen allerlei getan: Inzwischen ist der Turmreiter, auf dem das Glockenspiel erneut errichtet werden soll, eingerüstet worden. Und in den nächsten Tagen soll mit der Installation der elektrischen Anlagen begonnen werden. Auch hierbei setzt der Heimatverein auf ehrenamtliches Engagement: Die im Ruhestand lebenden Elektro-Profis Friedrich Niedermeyer und Herbert Schoppmeyer werden zusammen mit weiteren Mitstreitern dafür sorgen, dass auch in diesem Bereich alle Arbeiten termingerecht ausgeführt werden. Wer die Bueraner kennt, weiß, dass sie nichts dem Zufall überlassen und bereits jetzt die Einweihungsfeierlichkeiten im Blick haben. So werden bereits in diesen Tagen die Einladungskarten zu diesem Ereignis gedruckt – mit einer Darstellung des Glockenspiels auf der Titelseite, auf der auch das Motto des groß angelegten Gemeinschaftsprojektes zu lesen ist: „Ein Wahrzeichen kehrt zurück!“ Sonderausstellung geplant Damit nicht genug: Eine kleine Gruppe mit Vereinsmitglied Irmgard Buth an der Spitze bereitet derzeit eine Sonderausstellung „Glocken im Kirchspiel Buer“ vor, die bereits eine Woche vor dem Einweihungstermin im Heimathaus Osnabrücker Tor eröffnet werden soll. Mit dieser Ausstellung soll den Besuchern insbesondere vor Augen geführt werden, dass in Buer seit nunmehr 200 Jahren Turmuhren und seit ungefähr 100 Jahren Glockenspiele angefertigt werden, die weltweit Abnehmer fanden – in Nordamerika, Südamerika, Afrika und Asien. „Als besonderes Schätzchen bei den Exponaten dürfte sich eine Glocke erweisen, die im Jahre 1908 bei uns in Buer gegossen wurde“, so Eduard Korfhage. Denn in heutiger Zeit sei kaum noch bekannt, dass in dem Grönegau zwischen etwa 1880 und 1935 auch Glockenguss betrieben wurde. Die Ausstellung wird zudem auch eine Dokumentation aller elf im Kirchspiel befindlichen Dorfglocken umfassen, mit aktuellen Fotos und prägnanten Erläuterungstexten.
foto In seiner Freizeit fertigte Pensionär Gustav Tebbenhoff die Hohlbolzen für die Glockenaufhängung.
foto Die größte Glocke bringt 260 Kilogramm, die kleinste gerade einmal 1,5 Kilogramm auf die Waage, weiß Turmuhrenfabrikant Eduard Korfhage zu berichten.
foto Sternzeichen, die bereits in Kürze vergoldet werden, sollen das große Zifferblatt der Uhr unterhalb des Bueraner Glockenspiels zieren.

4.Juli 2009 ©kreisblatt

foto foto foto Bilder aus längst vergangenen Zeiten: Im Jahre 1994, kurz vor der Demontage des Glockenspiels, stellte sich die damalige Belegschaft zu einem Erinnerungsfoto auf (linkes Foto). Danach wurde mit dem Abbau der Anlage begonnen (mittleres und rechtes Bild), die am zweiten Advent des Jahres 1962 offiziell eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben worden war.

Ein Wahrzeichen kehrt zurück

Heimat- und Verschönerungsverein Buer initiiert Wiederaufbau des Glockenspiels – 120000-Euro-Projekt

foto Das sieht gut aus: Vor dem Turmreiter präsentierten in diesen Tagen (von links) Eduard Korfhage, Dieter Huntebrinker, Mark Hemmen und Heinz Hemmen die Wetterfahne des Glockenspiels, das noch im Laufe dieses Jahres wieder erschallen soll. Fotos: Jürgen Krämer (3), Eduard Korfhage (3)
Von Jürgen Krämer BUER. 32 Jahre lang galt es neben dem Turm der St.-Martini- Kirche und dem Osnabrücker Tor als eines der Wahrzeichen des Dorfes: das Glockenspiel auf dem Dach der Turmuhrenfabrik Korfhage. Als das traditionsreiche Unternehmen seinen Firmensitz im Jahre 1994 aus dem Ortskern an den nördlichen Rand des Dorfes verlegte und das Gebäude an der Osnabrücker Straße in den Besitz der Möbelfabrik Brinkmann überging, musste die imposante Anlage demontiert werden – und fristete seither ein Schattendasein. Mehrere Versuche des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer, die imposante Anlage mit ihrem 35-stimmigen Werk an alter Stelle wiederzuerrichten, scheiterten. Erst als die Firma Neuero die Verwaltungs- und Fabrikationshallen des inzwischen insolventen Möbelherstellers übernahm, entflammten die Diskussionen über eine mögliche Wiederherstellung des Glockenspiels an alter Stätte erneut – Gespräche, die innerhalb kürzester Zeit von Erfolg gekrönt waren. In Zusammenarbeit mit den Firmen Neuero und Korfhage werden die Heimatfreunde jetzt die Umsetzung des Projektes in Angriff nehmen, das mit rund 120000 Euro zu Buche schlagen wird. „Wir freuen uns sehr, zusammen mit dem neuen Besitzer des Objektes, Heinz Hemmen, und der Familie Eduard Korfhage dieses alte Wahrzeichen wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen“, erklärte Heimatvereinsvorsitzender Dieter Huntebrinker jetzt bei der Präsentation des Projektes. Mit Blick auf die Kosten stelle die Maßnahme „für uns eine beachtliche Hausnummer dar“. Aber wer über Jahrzehnte hinweg miterlebt habe, „wie dieses Glockenspiel eine prägende Bedeutung für unseren Ort hatte, wird bestätigen, dass es sich lohnt, sich für dieses Vorhaben zu engagieren“, sagte der Vorsitzende weiter. Einweihung im Advent Aufgrund etlicher spendenfreudiger Mitglieder und nicht zuletzt dank erster Zusagen verschiedener Sponsoren sei die Garantie gegeben, dass das Vorhaben zeitnah umgesetzt werden könne, so der Sprecher. Die Hauptaufgabe des Vereins bestehe darin, die Anschaffung und die erforderliche Installation der gesamten neuen Glockenspieltechnik auf den Weg zu bringen – auch mit finanzieller Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft und von Privatpersonen. „Wir gehen nach derzeitigem Stand der Dinge davon aus, dass die Einweihung des Glockenspiels noch in der Adventszeit 2009 erfolgen wird“, machte Huntebrinker deutlich. Dieser Zeitplan sei aus heutiger Sicht realistisch. Unternehmer Heinz Hemmen zeigte sich angetan von der forschen Vorgehensweise der Heimatfreunde. „Hier ist eine ungeheure Dynamik zu spüren, die genutzt werden sollte, um das Projekt so schnell wie möglich zu realisieren“, sagte er. Für ihn persönlich und seinen Sohn Mark sei es eine Selbstverständlichkeit, das Vorhaben zu unterstützen. Klang wie einst Ähnlich äußerte sich Eduard Korfhage, der die Glocken in seinem Betrieb an der Wiehengebirgsstraße eingelagert hat und diese jetzt kostenlos für die Reaktivierung zur Verfügung stellt. In den nächsten Wochen und Monaten werden Spezialisten des Hauses Korfhage auf dem noch vorhandenen Dachreiter im Ortszentrum eine neue Technik installieren – einschließlich einer großen Uhr. „Die Glocken werden selbstverständlich generalüberholt – und am Ende wird alles wieder so klingen, wie es ursprünglich war“, versichert Eduard Korfhage, der „diese tolle Aktion für unser schönes Dorf Buer“ ebenfalls zur Chefsache gemacht hat. Schon heute freut sich der Unternehmer auf die Wiederaufnahme des Glockenspielbetriebs am Jahresende, wenn die 35 Klangkörper täglich um 9, 11, 16 und 20 Uhr ihre eherne Stimme erheben werden – mit so bekannten Stücken wie „Ännchen von Tharau“ und „Üb immer Treu und Redlichkeit“.
foto Sorgsam aufbewahrt: die Klangkörper aus Bronze.
foto Blitzeblank: So sollen die Glocken in Kürze nach Abschluss der Sandstrahlbehandlung aussehen.

27.Juni 2009 ©kreisblatt

Heimatfreunde beklagen „Mülltourismus“


foto Als Sorgenkind Nummer eins des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer gilt derzeit der Wanderparkplatz am Steffenweg im Huntetal bei Meesdorf. Nachdem es dort gerade in der jüngeren Vergangenheit zu wilden Müllablagerungen und Fällen von Vandalismus gekommen war (wir berichteten mehrfach), haben Unbekannte in den vergangenen Tagen erneut an dieser Stelle Unrat abgelegt. „Hierbei handelt es sich um Möbelelemente, die im nördlichen Teil des Parkplatzes deponiert wurden“, berichtet Wegewart Hartmut Langenberg. Er vermutet als Urheber der wilden Müllkippe „Bürger aus dem nordrhein-westfälischen Nachbargebiet, weil die Sperrmüllabfuhr dort richtiges Geld kostet“. Das Vorstandsmitglied der Bueraner Heimatfreunde verurteilt auch diese Form des „Mülltourismus“ auf das Schärfste. jk/Foto: Jürgen Krämer

30.März 2009 ©kreisblatt

Erfolgreiches Jubiläumsjahr mit vielen Aktionen

Heimat- und Verschönerungsverein Buer zog Bilanz – Wegebau auch weiterhin ein ganz großes Thema

foto Bis zum Deutschen Wandertag 2011 müssen im Raum Buer Wanderwege auf einer Länge von 30 Kilometern instand gesetzt werden. Einige Strecken bieten ein trostloses Bild, wie Hartmut Langenberg gestern am Stuckenberg erläuterte. Fotos: Jürgen Krämer
jk BUER. Der Heimat- und Verschönerungsverein Buer hat seinem Namen auch im Geschäftsjahr 2008/2009 alle Ehre gemacht. Besonderer Höhepunkt: Die 125-Jahr- Feier der Organisation mit der Einweihung der Fritz- Kamping-Statue in der Kirchhofsburg und dem Festakt in der St.-Martini-Kirche, bei dem der bekannte Menschenrechtler Prof. Dr. Rupert Neudeck als Hauptredner fungierte. Die Begriffe „Heimat“ und „Verschönern“ standen jetzt während der Jahreshauptversammlung des Vereins im Heimathaus Osnabrücker Tor im Mittelpunkt des Rechenschaftsberichtes, den Vorsitzender Dieter Huntebrinker abgab. Die Heimatverbundenheit habe sich wie ein roter Faden durch das Jubiläumsjahr gezogen – und dabei Zeichen gesetzt. So sei der Heimat- und Verschönerungsverein Gastgeber des Kreisheimattages gewesen, den der Heimatbund Osnabrücker Land in Buer ausrichtete. Außerdem habe sich der Verein unter der Federführung von Vorstandsmitglied Dieter Horst aktiv in das Projekt „Dorfglocke Holzhausen“ eingebracht und darüber hinaus das Fritz-Kamping- Denkmal realisiert. „Wir alle haben uns sehr engagiert in die von unserem Vorstandsmitglied Jürgen Krämer entwickelte Idee eingebracht und konnten die Skulptur schließlich während des Festaktes zur 125-Jahr-Feier der Öffentlichkeit übergeben“, erläuterte Huntebrinker. Das Spendenaufkommen für dieses Projekt in Höhe von mehr als 20000 Euro habe es dem Verein zudem ermöglicht, sechs Ruhebänke aus Edelstahl anfertigen und aufstellen zu lassen. Zudem sei aus Spendengeldern eine Bronzetafel finanziert worden, auf der die Eckdaten der St.-Martini-Kirche vermerkt wurden. „Diese Tafel konnte kurz vor unserem Vereinsjubiläum im Bereich der Portale des Gotteshauses angebracht werden“, erläuterte der Vorsitzende. „Sehr stolz sind wir auf das Angebot und auf die Resonanz des Wanderangebotes, für das unser Vorstandsmitglied Rolf Kellermann verantwortlich zeichnet“, sagte Huntebrinker weiter. So habe der Wanderwart im Berichtszeitraum sieben Wanderungen angeboten, die zwischen 45 und 60 Teilnehmer auf die Beine brachte. Dass die Wanderungen ein derart lebhaftes Echo fanden, führte der Redner neben den attraktiven Routen auch auf das kulinarische Rahmenprogramm zurück. Der Heimat- und Verschönerungsverein betreut in seinem Zuständigkeitsbereich ein rund 80 Kilometer langes Wanderwegenetz. „Dass diese Wege hervorragend gekennzeichnet und beschrieben sind, ist das große Verdienst unseres Vorstandskollegen Hartmut Langenberg“, berichtete Huntebrinker. Unterstützt werde der Wegewart dabei von Karl-Heinz Aschermann. Des Weiteren kümmere sich Langenberg um die Instandsetzung von Wanderwegen, die infolge des Orkans „Kyrill“ schwer beschädigt worden seien. „Inzwischen sind ungefähr 50 von 80 Kilometern wieder auf Vordermann gebracht worden“, teilte Langenberg am Rande der Versammlung mit. Wieder begehbar seien die Wanderwege im Kleinen und im Großen Kellenberg, im Buerschen Wald und vom Roten Pfahl bis zum Kalbsiek. Gleiches gelte für den Linner Bergweg, den Wittekindsweg und für Teile des Südlichen Tourenweges. Allerdings liege noch ein schönes Stück Arbeit vor den Heimatfreunden, um die restlichen Wege zu sanieren, beispielsweise im Bereich des Stuckensberges und in Teilen der Meller Berge. „Hier sind wir zwingend auf die Unterstützung der Stadt angewiesen, um das Projekt bis zum Deutschen Wandertag im Jahre 2011 abgeschlossen zu haben“, so der Wegewart. Zurzeit, sagte Dieter Huntebrinker weiter, arbeite Hartmut Langenberg an einer Dokumentation über die im Raum Buer ansässigen Bauernhöfe. Das Ergebnis dieser Forschungsarbeit wird in die Kirchspielchronik einfließen, an der gegenwärtig mehrere
foto Um Wanderern freie Bahn bieten zu können, müssen an manchen Stellen Baumstämme aus dem Weg geräumt werden.
Autoren unter der inhaltlichen Leitung von Vorstandsmitglied Jürgen Krämer arbeiten. Einen weiteren Schwerpunkt des Rechenschaftsberichtes legte Huntebrinker auf das Veranstaltungsprogramm im Heimathaus, das seit dem Kunsthandwerkermarkt 2008 Schauplatz der von Irmgard Buth arrangierten Ausstellung „Menschen in Buer“ ist. Darüber hinaus seien diverse Vortragsveranstaltungen angeboten worden, die teilweise aus Platzgründen aus dem Vereinsdomizil in die Kulturwerkstatt verlegt werden mussten. Einen positiven Verlauf bescheinigte der Vorsitzende der Jahresfahrt, die 2008 nach Hildesheim führte. Für 2009 seien ein Sommerausflug nach Essen und eine Fluss-Kreuzfahrt auf der Rhône geplant. Einen Überblick über die Finanzlage gab in Vertretung von Schatzmeister Friedrich Kohmöller stellvertretender Vorsitzender Dieter Horst. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Im Anschluss an die Regularien hielten Bärbel Rolle und Reinhard Türke einen Vortrag über das Kenia-Projekt der Lindenschule, der viel Beifall fand.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse/Wegebau

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