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Der grüne See

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Ein Projekt unseres Vereins

Pressestimmen

17.Oktober 2009 ©kreisblatt

foto Noch verpackt: Nach dem Stimmen in den Niederlanden wurden die insgesamt 35 Glocken – in Folie verschweißt – zurück nach Buer gebracht. foto Traditionsreiches Exponat: Irmgard Buth freut sich darüber, dass in der Sonderausstellung „Glocken im Kirchspiel Buer“ auch dieser im Hause Korfhage gegossene Klangkörper aus dem Jahr 1908 zu sehen sein wird. Fotos: Jürgen Krämer

Schon bald heller Klang

Bueraner gehen mit ihrem Glockenspiel-Projekt auf die Zielgerade

foto Seit wenigen Tagen ist der Turmreiter eingerüstet, der nach den Worten des Heimatvereinsvorsitzenden Dieter Huntebrinker schon bald mit einer Kupferummantelung versehen werden soll.
jk BUER. Die Wiederinbetriebnahme des historischen Bueraner Glockenspiels innerhalb von nur fünf Monaten zu realisieren, hat sich der Heimat- und Verschönerungsverein Buer auf seine Fahnen geschrieben – und bereits jetzt steht fest, dass die Einweihung der Anlage wie geplant am Samstag, 5. Dezember, 14.30 Uhr, in feierlichem Rahmen erfolgen kann. Dass das 120000-Euro- Projekt in dieser Rekordzeit umgesetzt werden kann, ist zum einen dem rührigen Vereinsvorstand sowie den Unternehmerfamilien Korfhage und Hemmen zu verdanken. Zum anderen aber auch zahlreichen Spendern, die das Vorhaben finanziell unterstützen, und etlichen Bürgern, die ihre handwerkliche Kompetenz freiwillig und ehrenamtlich in die Verwirklichung der Maßnahme einbrachten. Einer dieser Mitstreiter ist beispielsweise Dieter Restemeyer aus Markendorf. Er erstellte die Metallkonstruktion, an der die insgesamt 35 Glocken befestigt werden sollen. Das schwergewichtige Gebilde, das sich inzwischen in der Produktionshalle der Firma Korfhage an der Wiehengebirgsstraße befindet, erhält in diesen Tagen einen Anstrich – auch in ehrenamtlicher Arbeit, versteht sich. Auch der seit einigen Jahren im Ruhestand lebende Malermeister Gerd Voth aus Buer greift bei der Reaktivierung des Glockenspiels mit ins Rad, denn für ihn ist es ebenfalls Ehrensache, das Projekt zu unterstützen. Engagierte Ruheständler Gleiches gilt für Gustav Tebbenhoff aus Bennien, der jahrzehntelang in der Turmuhrenfarbrik Eduard Korfhage & Söhne tätig war und in den vergangenen Wochen an seiner Drehbank die Hohlbolzen für die Glockenaufhängung anfertigte. Und dann gibt es noch die Familie Wehrmann in Holzhausen: Während Eduard Korfhage dafür sorgte, dass die Glocken zum Stimmen in den niederländischen Spezialbetrieb Petit und Fritsen gebracht wurden, übernahmen die Wehrmanns den Rücktransport der schwergewichtigen Fracht nach Buer. An diesen Einzelbeispielen, die stellvertretend für weiteres ehrenamtliches Engagement bei diesem Vorhaben stehen, wird eines deutlich: Den Bueraner Heimatfreunden ist es mit dem Glockenspiel- Projekt gelungen, ein Wir- Gefühl im Kirchspiel zu erzeugen. Keine Frage: Seit dem Start der Maßnahme im Hochsommer hat sich im Verborgenen allerlei getan: Inzwischen ist der Turmreiter, auf dem das Glockenspiel erneut errichtet werden soll, eingerüstet worden. Und in den nächsten Tagen soll mit der Installation der elektrischen Anlagen begonnen werden. Auch hierbei setzt der Heimatverein auf ehrenamtliches Engagement: Die im Ruhestand lebenden Elektro-Profis Friedrich Niedermeyer und Herbert Schoppmeyer werden zusammen mit weiteren Mitstreitern dafür sorgen, dass auch in diesem Bereich alle Arbeiten termingerecht ausgeführt werden. Wer die Bueraner kennt, weiß, dass sie nichts dem Zufall überlassen und bereits jetzt die Einweihungsfeierlichkeiten im Blick haben. So werden bereits in diesen Tagen die Einladungskarten zu diesem Ereignis gedruckt – mit einer Darstellung des Glockenspiels auf der Titelseite, auf der auch das Motto des groß angelegten Gemeinschaftsprojektes zu lesen ist: „Ein Wahrzeichen kehrt zurück!“ Sonderausstellung geplant Damit nicht genug: Eine kleine Gruppe mit Vereinsmitglied Irmgard Buth an der Spitze bereitet derzeit eine Sonderausstellung „Glocken im Kirchspiel Buer“ vor, die bereits eine Woche vor dem Einweihungstermin im Heimathaus Osnabrücker Tor eröffnet werden soll. Mit dieser Ausstellung soll den Besuchern insbesondere vor Augen geführt werden, dass in Buer seit nunmehr 200 Jahren Turmuhren und seit ungefähr 100 Jahren Glockenspiele angefertigt werden, die weltweit Abnehmer fanden – in Nordamerika, Südamerika, Afrika und Asien. „Als besonderes Schätzchen bei den Exponaten dürfte sich eine Glocke erweisen, die im Jahre 1908 bei uns in Buer gegossen wurde“, so Eduard Korfhage. Denn in heutiger Zeit sei kaum noch bekannt, dass in dem Grönegau zwischen etwa 1880 und 1935 auch Glockenguss betrieben wurde. Die Ausstellung wird zudem auch eine Dokumentation aller elf im Kirchspiel befindlichen Dorfglocken umfassen, mit aktuellen Fotos und prägnanten Erläuterungstexten.
foto In seiner Freizeit fertigte Pensionär Gustav Tebbenhoff die Hohlbolzen für die Glockenaufhängung.
foto Die größte Glocke bringt 260 Kilogramm, die kleinste gerade einmal 1,5 Kilogramm auf die Waage, weiß Turmuhrenfabrikant Eduard Korfhage zu berichten.
foto Sternzeichen, die bereits in Kürze vergoldet werden, sollen das große Zifferblatt der Uhr unterhalb des Bueraner Glockenspiels zieren.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse/Glockenspiel

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