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Pressestimmen

8.Dezember 2009 ©kreisblatt

foto Herzlichen Glückwunsch: Das silberne Verbandsabzeichen des Wiehengebirgsverbandes übergab dessen Präsident Ulrich Gövert (rechts) an den Bueraner Heimatvereinsvorsitzenden Dieter Huntebrinker. Fotos: Jürgen Krämer
foto Sie bestimmen, was auf dem Glockentürmchen erklingt: Der Liedausschuss, bestehend aus Roswitha Korfhage, Mattias Breitenkamp und Eduard Korfhage (von links), fand in dem Lingener „Rathaus-Kantor“ Hans-Dieter Thomas (rechts) einen interessanten Gesprächspartner.

Heller Klang erfreut Herzen der Bueraner

Einweihung des Glockenspiels mit 300 Gästen – Wertschöpfung für die Allgemeinheit von 120000 Euro

foto Begrüßung im Freigelände: Zum Auftakt der Einweihungsfeierlichkeiten hieß der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins, Dieter Huntebrinker, die 300 geladenen Gäste im Schatten des Glockenspiels willkommen
Von Jürgen Krämer
BUER. Freudentag im Grönegaudorf am Fuße des Stuckenberges: Mit einer Feierstunde, zu der sich rund 300 geladene Gäste versammelt hatten, hat der Heimat- und Verschönerungsverein Buer am Wochenende das wiederhergestellte Bueraner Glockenspiel offiziell eingeweiht. Wie hell und klar die insgesamt 35 Glocken erschallen, ließ der Lingener „Rathaus- Kantor“ Hans-Dieter Thomas, der Glockenspiele in aller Welt mit Liedsätzen und deren Einspielungen versorgt, gleich zum Auftakt deutlich werden, und zwar mit der Wiedergabe des sogenannten „Big-Ben- Schlags“. „Wir haben es geschafft, innerhalb von nur fünf Monaten dieses Wahrzeichen unseres Ortes wieder mit Leben, ja mit Klang zu erfüllen“, rief Vorsitzender Dieter Huntebrinker in seiner Begrüßungsansprache aus. 32 Jahre lang – vom 2. Advent 1962 bis zum Jahre 1994 habe an dieser Stelle der Klang von 35 Glocken die Bewohner des Ortes, aber auch viele Besucher von außerhalb erfreut. Dann seien sie für 15 Jahre verstummt, „und heute freuen wir uns sehr, dass so viele Gäste gekommen sind, um in dieser für uns alle Bueraner sehr frohen Stunde dabei zu sein“. Im Folgenden stellte der Redner mit Bürgermeister André Berghegger, dem Ersten Kreisrat Reinhold Kassing und Josef Theißing als Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Melle drei Persönlichkeiten heraus, die sich mit Erfolg für eine „erhebliche finanzielle Unterstützung unseres Projektes einsetzten“. In einer Rückschau erinnerte Huntebrinker daran, dass in der Firma Korfhage in Buer seit nunmehr 200 Jahren Uhren und seit 100 Jahren Glockenspiele gefertigt werden. „Im Ursprung wurden hier sogar Glocken gegossen“, so der Vorsitzende. Als besonders bemerkenswert bezeichnete es der Redner, „dass die Handwerkskunst des Turmuhrenund Glockenspielbaus aus Buer heute in mehr als hundert Orten auf fast allen Kontinenten dieser Erde präsent“ sei. Vom zweiten Advent 1962 bis zum Jahre 1994 habe das Bueraner Glockenspiel den Unternehmenskomplex der Firma Eduard Korfhage & Söhne an der Osnabrücker Straße geziert, sagte Huntebrinker weiter. Dem Umzug des Betriebs in angepasste Produktionsgebäude an der Wiehengebirgsstraße, „folgte der sehr plötzliche erzwungene Abbau der Anlage“. Mehrfach habe der Heimat- und Verschönerungsverein in der Folgezeit eine Wiederherstellung der Anlage zu realisieren versucht, sei damit allerdings gescheitert. Die Veränderung der Besitzverhältnisse dieses Firmenareals führten nach Darstellung des Redners im Mai dieses Jahres zu einer neuen Situation. „Zusammen mit Eduard Korfhage haben wir Heinz Hemmen, den geschäftsführenden Gesellschafter der Neuero Farm- und Fördertechnik, als neuen Besitzer der Immobilie aufgesucht und sofort ein positives Signal für unsere Überlegungen und Planungen erhalten“, hob Huntebrinker hervor. Für diese spontane Unterstützung gebühre der Familie Hemmen ein herzlicher Dank. Im Juni hätten dann die konkreten Planungen begonnen – mit der Erkenntnis, dass die gesamte Neuanlage eine Wertschöpfung für die Allgemeinheit in Höhe von ungefähr 120000 Euro darstellte. „Doch wir hatten als großes Kapital die 35 Glocken, die Eduard Korfhage uns und damit unserem Ort Buer als Stiftung zur Verfügung gestellt hat. Danke, Eduard Korfhage! Dieses ist die Grundlage des heutigen Tages“, unterstrich der Vorsitzende. Der Heimat- und Verschönerungsverein sei sich bereits früh im Klaren darüber gewesen, dass sich das finanzielle Engagement für die Wiederherstellung auf eine Summe von etwa 70 000 Euro hin bewegen werde, erläuterte der Redner. 20 000 Euro als Eigenleistung und Materialspenden seien eingeplant und erreicht worden – und 50 000 Euro Bargeldmittel für die aufwendige und technisch zeitgemäße Glockenspieltechnik sowie das Neustimmen der 35 Bronzeglocken und die Neugestaltung des Turmes mit einer Kupferummantelung. „Wir haben es in fünf Monaten geschafft“, stellte Huntebrinker heraus. Der Vorsitzende hob in diesem Zusammenhang hervor, das insgesamt 160 Personen an der Umsetzung der Maßnahme beteiligt waren. Insgesamt habe der Verein Fördermittel in Höhe von 25 000 Euro erhalten. Hinzu kämen Geldspenden von 90 Personen in einer Gesamthöhe von etwa 23 000 Euro. Zudem hätten mehr als 30 Bürger und Firmenchefs den Heimatverein „mit kostenfreien Sachleistungen aus den Möglichkeiten ihres Gewerbes“ im Wert von etwa 20 000 Euro geholfen. „Und ungefähr 40 Personen haben mit ihren Händen angefasst“, berichtete Huntebrinker. Stellvertretend für alle Beteiligten nannte er besonders das „Team Elektrotechnik“ von Herbert Schoppmeyer und Friedel Niedermeier, die sich tagelang im und auf dem zugigen Turm mit der Installation der gesamten elektrischen Anlage befassten. In Grußworten würdigten Bürgermeister André Berghegger, Erster Kreisrat Reinhold Kassing, Ortsbürgermeister Georg Harms, Sparkassendirektor Josef Theißing, der stellvertretende Vorsitzende des Heimatbundes Osnabrücker Land, Jürgen Kipsieker und Ulrich Gövert als Präsident des Wiehengebirgsverbandes Weser- Ems (WGV) die Wiederherstellung der Glockenspiel als großartiges Gemeinschaftswerk. Kassing wörtlich: „Hier wurde eindrucksvoll gezeigt, was Bürger für Bürger leisten können. Das ist symbolisch für bürgerschaftliches Engagement im gesamten Osnabrücker Land.“ Worte des Dankes galten dabei neben den vielen Mitstreitern in besondere Weise der Dieter Huntebrinker, der seit nahezu 15 Jahren an der Spitze der Bueraner Heimatfreunde steht und für sein verdienstvolles Wirken von Gövert mit dem WGV-Verbandsabzeichen in Silber ausgezeichnet wurde. Nach einem Schlusswort, das der stellvertretende Heimatvereinsvorsitzenden, Dieter Horst, formulierte, und weiterführenden Erläuterungen zum Glockenspiel durch Kirchenmusiker Matthias Breitenkamp ging es zum gemütlichen Teil über – mit einer großen Kaffeetafel, die der Landfrauenverein Buer in vorbildlicher Weise arrangiert hatte. Weitere Bilder gibt es im Internet unter www.mkr-net.de

foto Mit offenen Ohren: Aufmerksam lauschten die Gäste, als Hans-Dieter Thomas zu Beginn der Einweihungsfeierlichkeiten das Glockenspiel erklingen ließ.
foto Mustergültige Bewirtung: Mitglieder des Landfrauenvereins Buer mit Lore Wöhrmann (Dritte von links) an der Spitze versorgten die Teilnehmer mit Kaffee, Kuchen und Tortenspezialitäten.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse/Glockenspiel

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