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Der grüne See

Öffnungszeiten unserer Seehütte "Grüner See"
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Ein Projekt unseres Vereins

Pressestimmen

15.Dezember 2011 ©kreisblatt

foto Malerisch gelegen: Der Grüne See, das bekannte Ausflugsziel in Markendorf.
foto Inzwischen Geschichte: das ehemalige Ausflugslokal am Grünen See.

Touristisches Kleinod soll aufgewertet werden

Grüner See: Heimat- und Verschönerungsverein Buer startet Projekt

Von Jürgen Krämer
foto Der Startschuss ist gefallen: Am Mittwochnachmittag wurde mit den Abbrucharbeiten begonnen. Fotos: Jürgen Krämer

BUER. Nachdem die Vorgespräche zur Vorbereitung der Maßnahme bereits Monate in Anspruch genommen hatten, ist am Mittwochnachmittag der Startschuss zur Neugestaltung des touristischen Kleinodes im Wiehengebirge gefallen – mit dem Abbruch des Ausflugslokals am Grünen See in Markendorf.

Das weithin bekannte Ausflugsziel steht bei Spaziergängern, Wanderern, Nordic Walker und Mountainbikern nach wie vor hoch im Kurs. Einziges Problem: Der einstige Gastronomiebetrieb, der nach dem Zweiten Weltkrieg von Karl Metting ins Leben gerufen worden und seit längerer Zeit verwaist war, stellte einen Schandfleck im Gesamtensemble dar. Anlass genug für den Heimat- und Verschönerungsverein Buer, mit
foto Vorsicht: Nordöstlich des Sees befindet sich ein gefährlicher Steilhang.
finanzieller Unterstützung der Stadt eine Neugestaltung der Anlage auf den Weg zu bringen. „Eine Sanierung des barackenähnlichen Gebäudes samt Anbauten hätte sich als zu kostenträchtig erwiesen“, erläuterte Stadtrat Dirk Hensiek zum Auftakt der Abbrucharbeiten bei einem Ortstermin. Aus diesem Grunde sei die Stadt dem Heimat- und Verschönerungsverein für dessen Bereitschaft dankbar, das Projekt federführend zu begleiten. „Der Grüne See ist ein beliebter Treffpunkt der Markendorfer Bevölkerung, die es in den vergangenen Jahren sehr bedauert, dass das frühere Ausflugslokal dem Verfall preisgegeben war und über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr als Begegnungsstätte genutzt werden konnte“, erläuterte Vorsitzender Dieter Huntebrinker. Einige dieser Bürger seien an den Heimat- und Verschönerungsverein mit der Bitte herangetreten, Abhilfe zu schaffen. „Wir standen diesem Ansinnen positiv gegenüber – und nach Abschluss der Vorgespräche sind für froh und glücklich, dass heute mit dem Abbruch der maroden Gebäude begonnen werden kann“, sagte Huntebrinker weiter. Die Arbeiten sollten bereits Ende dieser Woche zum Abschluss gebracht werden. Wie soll es danach weitergehen? Um kurzfristig Ersatz für das abgerissene Häuschen zu schaffen, haben die Heimatfreunde eine Ein- Raum-Lösung favorisiert. „Dieses Kompaktmodell ist ausbaufähig und soll später verkleidet und mit einer Dachkonstruktion versehen werden“, berichtete der Vorsitzende. Anfang kommenden Jahres solle
foto Idyllisch: Ein Wasserfall zählt zu den besonderen Anziehungspunkten am Grünen See.
im rückwärtigen Bereich des früheren Lokals eine Hangsicherung durchgeführt werden. „Und zwar auf einer Gesamtlänge von etwa 20 Metern“, wie Frank Tubbesing von der Stadtverwaltung während des Ortstermins berichtete. Die Stadt selbst, so Dirk Hensiek, stelle für die Maßnahme 20 000 Euro zur Verfügung.
foto Freuen sich über den Auftakt der Maßnahme: Dirk Hensiek, Dieter Huntebrinker und Frank Tubbesing (von links).
foto Zweckmäßig: Eine ausbaufähige Ein-Raum-Lösung soll an die Stelle des abgebrochenen Lokals treten.

18.November 2011 ©kreisblatt

foto Die endgültige Fassung: So soll die neue Pforte für den Jüdischen Friedhof im Sunderbrook bei Buer aussehen. Die Einweihung der Pforte soll im Frühjahr 2012 erfolgen. Zeichnung: Peter Fischer-Blessin

Steine aus dem Heiligen Land

Symbole für die Zehn Gebote sollen das neue Friedhofstor zieren

pm/jk BUER. Die Planungen zur Gestaltung einer neuen Pforte für den Jüdischen Friedhof im Sunderbrook bei Buer nehmen Form an.
Nachdem der Vorstand des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Niedersachsens mit seinem Vorsitzenden Michael Fürst an der Spitze erst kürzlich eine Änderung an dem bislang vom Heimat- und Verschönerungsverein Buer favorisierten Entwurf angeregt hatte, stellte Künstler Peter Fischer- Blessin am Dienstagabend in Buer die endgültige Gestaltungsvariante des Tores vor. „Wir sind sehr angetan von diesem Projekt, das als außergewöhnlich zu bezeichnen ist, und hoffen, dass die neue Pforte genauso schön gestaltet wird, wie sie auf dem Entwurf zu sehen ist“, hatte kurz vor der offiziellen Präsentation der Beauftragte des Landesverbandes, Bodo Gideon Riethmüller, in einem Telefonat mit Jürgen Krämer erklärt, der dieses Projekt als Vorstandsmitglied des Heimat- und Verschönerungsvereins initiierte. Wie sieht nun der endgültige Plan aus? Auf Vorschlag des Künstlers sollen die beiden Flügel des Tores an zwei Pfeilern aus Backstein befestigt werden – mit der sandsteinernen Hinweistafel „Jüdischer Friedhof von 1819 der Gemeinden Buer und Rabber“ auf dem rechten und einem Mosaik in Form eines Davidsterns an der linken Säule. Auf beide Säulen sollen als weitere besondere Gestaltungselemente zwei Kugeln ruhen, die für Vollkommenheit stehen. Das Tor selbst besteht aus einem Geflecht von schmiedeeisernen Efeuranken und zwei stilisierten Menora-Leuchtern, in deren Ständer Steine aus dem Heiligen Land eingebracht werden sollen. „Der Efeu ist bei uns ein altbekanntes Symbol auch für die Heimat. In diesem Fall wäre es im doppelten Sinne zu interpretieren: einmal die Heimat hier und zum anderen die Wunschheimat Israel“, so Peter Fischer-Blessin. Der Präsentation des endgültigen Entwurfs wohnte auch Pastor Ingo Krahn bei. Und das aus gutem Grund; denn der Geistliche hatte unlängst mit evangelischen Christen aus Hoyel, Neuenkirchen, Melle-Mitte und aus dem Raum Peine eine Reise nach Israel unternommen – mit einem Spezialauftrag. „Wir sollten während dieser Rundreise Steine für die Pforte zusammentragen“, berichtete der Pastor. Die Umsetzung dieses Auftrags habe sich für alle Beteiligten als ein spannendes Unterfangen erwiesen.
foto Präsentierten Fundstücke aus dem Heiligen Hand, die für das neue Tor auf dem Jüdischen Friedhof bestimmt sind: Dieter Huntebrinker, Peter Fischer-Blessin, Ingo Krahn und Jürgen Krämer (von links).
Foto: Heimat- und Verschönerungsverein Buer
So sammelten die Reisenden Steine an den vier heiligen Orten Jerusalem, Hebron, Safed und Tiberias. „Weitere Steine stammen vom Ufer des Sees Genezareth, vom Ölberg, aus Masala am Toten Meer, aus Jericho, Bethlehem und aus Beersheba, dem südlichsten Ort des biblischen Israel“, erläuterte Ingo Krahn, der sich erleichtert darüber zeigte, dass es vor dem Transfer nach Deutschland keine Probleme mit dem israelischen Zoll gab. Was die Reisegruppe außerdem mit in den Grönegau brachte: Wasser aus dem Jordan. „Reiseteilnehmerin Jutta Milker schlug vor, dieses Wasser symbolisch beim Anrühren des Mörtels für das Fundament der Säulen einzusetzen“, berichtete der Pastor. Ein Vorschlag, der von Peter Fischer-Blessin und den beiden Heimatvereins- Vorstandsmitgliedern Dieter Huntebrinker und Jürgen Krämer mit sichtlicher Begeisterung aufgenommen wurde.

23.August 2011 ©kreisblatt

„Eine Eingangspforte mit Botschaft“

Jüdischer Friedhof im Sunderbrook soll neues Tor erhalten – Heimat- und Verschönerungsverein Buer startet Projekt

foto Begräbnisstätte vor den Toren Buers: Vom Jüdischen Friedhof aus eröffnet sich der Blick auf das Dorf mit dem imposanten Turm der St.-Martini-Kirche.
pm/jk BUER. Der Heimatund Verschönerungsverein Buer möchte mit einem neuen Projekt seinem Namen alle Ehre machen: Er wird in nächster Zeit ein neues Eingangstor für den Jüdischen Friedhof gestalten lassen, das die derzeitige Pforte ersetzen soll. „Dieses Vorhaben ist ganz in unserem Sinne und erfüllt uns mit großer Freude“, erklärte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Osnabrück, Michael Grünberg, am Donnerstagabend bei der Präsentation der ersten Gestaltungsentwürfe.
Jürgen Krämer, Vorstandsmitglied im Heimat- und Verschönerungsverein Buer und Mitglied des Initiativkreises Stolpersteine Melle, erinnerte als Initiator des Projektes an seine eigene Kindheit. Seinerzeit habe der Jüdische Friedhof eine hölzerne Eingangspforte besessen, die Ende der 1970er-/Anfang der 1980er-Jahre durch eine äußerst nüchterne Metallkonstruktion ersetzt wurde. Da dieses Tor laut Krämer „der Würde des Ortes nicht gerecht wird“, regte er das Erstellen einer neuen Pforte an – und fand damit die einhellige Zustimmung seiner Vorstandskollegen. „Der Jüdische Friedhof ist ein ganz außergewöhnlicher Ort, dem wir uns in besonderer Weise verpflichtet fühlen“, erklärte Vorsitzender Dieter Huntebrinker. „Und mit Blick auf die Optik des Eingangstores ist zweifelsohne Handlungsbedarf gegeben.“ Wie aber soll die Gestaltung der Pforte erfolgen? Um beim Ortstermin mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde unterschiedliche Gestaltungsvarianten aufzeigen zu können, schlugen die Heimatfreunde zwei verschiedene Wege ein. So bat Dieter Huntebrinker seine Nichte, die Architektin Diane Restemeyer, auf Jüdischen Friedhöfen in Ostdeutschland eine „ansprechende klassische Gestaltungsvariante“ zu recherchieren, während Jürgen Krämer den in Krukum lebenden Künstler Peter Fischer-Blessin dafür gewinnen konnte, Gestaltungsentwürfe für ein Tor zu entwickeln, „von dem für den Betrachter eine Botschaft ausgeht“.
foto Während des Ortstermins im Sunderbrook: Dieter Huntebrinker, Michael Grünberg, Margret Poggemeier, Peter Fischer-Blessin und Jürgen Krämer (von links). Foto: Erhard Poggemeier
Am Donnerstagabend nun kamen die Pläne bei dem Ortstermin im Sunderbrook im übertragenen Sinn auf den Tisch. Vorsitzender Dieter Huntebrinker präsentierte dabei ein Foto, auf dem der Eingangsbereich eines Jüdischen Friedhofes in Ostdeutschland zu sehen ist – mit einer dezent gestalteten schmiedeeisernen Pforte, die als Gestaltungselemente unter anderem zwei Davidsterne und eine schlichte gehaltene Rosette im Schlossbereich aufweist. Im Folgenden stellte Peter Fischer-Blessin seine Ideen zur Gestaltung eines neuen Tores vor. „Ich habe dabei den Friedhof als symbolträchtigen Ort gesehen, an dem sich Leben und Tod verbinden“, so der Krukumer. Im Entwurf A bildet ein Leuchter im Stil einer Menora, eines der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums, den Mittelpunkt der Pforte – mit einem großen Davidstern als Blickfang. Von diesem symbolischen Leuchter, der von einem Fischernetz umgeben ist, gehen Wellen aus – als Sinnbild für Weite und Freiheit. „Ein Anker, der in das Gesamtensemble integriert wurde, soll symbolisieren, dass an diesem Ort Menschen ihre letzte Ruhe gefunden haben“, erläuterte Fischer-Blessin. Am Fuß der Pforte sollen insgesamt zehn Steine aus dem Heiligen Land eingelassen werden, die symbolisch für die Zehn Gebote stehen. Auf Vorschlag des Künstlers könnten die beiden Flügel des Tores an zwei Pfeilern aus Backstein befestigt werden – mit der sandsteinernen Hinweistafel „Jüdischer Friedhof von 1819 der Gemeinden Buer und Rabber“ auf dem rechten und einer Sandsteintafel mit einer stilisierten Menora auf der linken Säule. Auf beide Säulen sollen als weitere besondere Gestaltungselemente zwei Kugeln ruhen, die für Vollkommenheit stehen. Auch für den Gestaltungsentwurf B hat Peter Fischer- Blessin das Einbeziehen von Steinen aus Israel angedacht. Der Gesamteindruck ist etwas schlichter gehalten – als Alternative zum ersten Entwurf. „In der linken Säule habe ich ein Mosaik in Form eines Davidsterns integriert, rechts wieder der Hinweis zum Friedhof“, führte der Künstler aus. Das Tor bestehe aus einem Geflecht von schmiedeeisernen Efeuranken und zwei neunarmigen Leuchtern, in dessen Ständer besagte Steine eingebracht werden könnten. „Der Efeu ist bei uns ein altbekanntes Symbol auch für die Heimat. In diesem Fall wäre es im doppelten Sinne zu interpretieren: einmal die Heimat hier und zum anderen die Wunschheimat Israel“, so Peter Fischer-Blessin. In einer kurzen Diskussion vor Ort fand der Gestaltungsentwurf B allgemeine Zustimmung. Er soll allerdings um einige schmiedeiserne Stäbe ergänzt werden – so, wie sie in der klassischen Friedhofspforte auf dem Jüdischen Friedhof in Ostdeutschland zu sehen sind. Außerdem wurde angeregt, die symbolischen Leuchter in den Pforten siebenarmig anzulegen – so, wie die stilisierte Menora auf der Sandsteintafel, die später eine der Backsteinsäulen zieren soll. „Hier wurde ein großartiges Projekt auf den Weg gebracht“, fand Michael Grünberg zum Abschluss der Präsentation lobende Worte – ebenso wie die Sprecherin des Initiativkreises Stolpersteine, Margret Poggemeier. Sie regte an, in die Umsetzung des Projektes auch junge Menschen einzubeziehen. Die Ausführung der Metallarbeiten soll Heimatvereinsmitglied Dieter Restemeyer übernehmen, der 1985 nach den Plänen des Künstlers Helmut Petersen den schmiedeeisernen Aufsatz für den Bueraner Kirchspielsbrunnen schuf – ein echter Hingucker in der Kirchhofsburg, dem schon bald ein Blickfang am Eingang des Jüdischen Friedhofes folgen wird.
foto Kein Schmuckstück: Das derzeitige Tor am Eingang zum Jüdischen Friedhof. Foto: Jürgen Krämer
foto Schlicht gehalten: das Tor eines Jüdischen Friedhofes in Ostdeutschland. Foto: Diane Restemeyer

13.August 2011 ©kreisblatt

Leidenschaftliches Plädoyer für den Wald

Neues Grönenberger Heimatheft erschienen

jk BUER. Drei Jahre lang recherchierte Manfred Kloweit- Herrmann vor Ort in der freien Natur, führte Gespräche mit ausgewiesenen Kennern des Gebietes und wertete Quellen unterschiedlichster Art aus – von einschlägiger Literatur über Zeitungen und Zeitschriften bis hin zum Internet. Anschließend brachte er die dabei gewonnenen Erkenntnisse zu Papier – ein Manuskript, das jetzt die Grundlage für die neueste Ausgabe der Grönenberger Heimathefte“ bildete. „Der Kellenberg – Brückenschlag zwischen Mensch und Natur“ lautet der Titel der des Heftes Nummer 27, das der Heimatverein Melle jetzt druckfrisch herausgegeben hat. „In seinen Darlegungen finden wir ein leidenschaftliches Plädoyer für den Deutschen Wald, nicht nur für die Biodiversität unserer Wälder, die ja gerade in der Gegenwart entsprechende Beachtung findet, sondern besonders auch für die heimatlichen Aspekte ihrer sprachlich- historischen Entwicklung. Seine Argumente kommen nicht nur aus eigenen Anschauungen, sind nicht theorisierend. Sie bedienen sich sowohl der Äußerungen der befragten Mitbürger wie auch wissenschaftlicher Kriterien. Romantische Momente kommen auch nicht zu kurz.“ Mit diesen Worten lobt Hartmut Wippermann die Arbeit des Autors. Für den Vorsitzenden des Heimatvereins Melle steht fest: „Manfred Kloweit-Herrmann hat gewissenhaft recherchiert. Für den Wanderer gibt das Heft unter anderem erschöpfende Auskünfte zu den Lebensgewohnheiten unserer Vorfahren. Das große Verdienst dieser Arbeit liegt aber auch in dem Bemühen, für die Gesundheit der Natur wertvolle Beiträge zu leisten.“ Aus insgesamt 130 Seiten greift der Verfasser, der Mitglied des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer ist, in mehr als 60 Kapiteln Themen unterschiedlichster Art auf, darunter den Waldlehrpfad, das Arboretum, den Grünen See und Huntemühlen. Aber auch Themenbereiche wie „Altholzinseln“, „Naturschutz“, „Die Jagd“, „Gewässer“, „Waldschäden“ und „Luftschadstoffe“ beleuchtet der Autor in dieser äußerst übersichtlich und lesefreundlich gestalteten Schrift. „Der Kellenberg, am Rande der Stadt Melle gelegen, legt beispielhaft Zeugnis darüber ab, wie es gelingen kann, die Belange der Natur und individuelle Interessen gleichermaßen zu berücksichtigen“, macht Manfred Kloweit-Hermann deutlich, dem der besondere Dank des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer gilt. „Wir begrüßen die Initiative unseres Mitgliedes, sich des Themas ,Kellenberg´ anzunehmen und diese nun vorliegende Dokumentation zu veröffentlichen“, erklärte Vorsitzender Dieter Huntebrinker bei der offiziellen Vorstellung. In seinen Dank schloss der den Heimatverein Melle ein, der die Drucklegung des Heftes ermöglichte. Die Publikation selbst hat Manfred Kloweit-Herrmann „Den Bürgern im Grönegau und ihren Gästen“ gewidmet. Sie ist in Melle-Mitte in der Buchhandlung Sutmöller und in Buer im Blumenhaus Rullkötter erhältlich.
foto Freuen sich über das gelungene Werk: Dieter Huntebrinker, Manfred Kloweit-Herrmann und Hartmut Wippermann (von links). Foto: Jürgen Krämer

10.August 2011 ©kreisblatt

foto Staatsmann: Bundespräsident Richard von Weizsäcker übergab die Auszeichnung höchstpersönlich an den Vorstand des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer. Fotos: Jürgen Krämer (6)
foto Mit Plakette und Verleihungsurkunde: Die Vorstandsmitglieder Georg Becker, Dieter Huntebrinker, Friedrich Kohmöller, Wilhelm Hensiek, Jürgen Krämer und Fritz Rolfing (von links) während des Festaktes. Foto: Karl-Heinz Voth

Bundespräsident lobte das Wirken der Bueraner

Rückschau auf den Deutschen Wandertag 1985: Richard von Weizsäcker übergab Eichendorff-Plakette an Heimatverein

foto Erinnerungsstück: Die offizielle Wanderplakette des 85 Deutschen Wandertages in Osnabrück wurde aus Ton gebrannt. Sie befindet sich seit vielen Jahren im Archiv der Bueraner Heimatfreunde. foto Aus Porzellan: Auch das Konterfei Joseph Freiherr von Eichendorffs ist auf der Plakette zu sehen. foto Kleines Kunstwerk: die Eichendorff-Plakette mit dem Bundesadler.
von Jürgen Krämer
foto Glückwunsch: Vorsitzender Wilhelm Hensiek (r.), zusammen mit dem Präsidenten des Wiehengebirgsverbandes, Clemens Arkenstette (Mitte), und dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine, Konrad Schubach.
BUER/OSNABRÜCK. Sonntag, 21. Juli 1985: Ein herrlicher Sommertag lag über der alten Bischofsstadt Osnabrück, als Georg Becker, Wilhelm Hensiek, Dieter Huntebrinker, Friedrich Kohmöller, Jürgen Krämer und Fritz Rolfing vom Vorstand des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer zusammen mit weiteren Mitstreitern aus dem Grönegaudorf am Fuße des Stuckenberges in der Osnabrücker Stadthalle eintrafen.
Dem Vorstandsteam kam an diesem Vormittag eine äußerst angenehme Aufgabe zu. Es durfte während der Festveranstaltung zum 85. Deutschen Wandertag die Eichendorff- Plakette aus der Hand von Bundespräsident Richard von Weizsäcker entgegennehmen – eine seltene Auszeichnung, die der erste Mann des Staates ausschließlich Heimatvereinen zuerkennt, die ein Mindestalter von 100 Jahren aufweisen und sich herausragende Verdienste um die Allgemeinheit erworben haben. Ein imposantes Bild bot sich den 2000 Gästen, als die Wimpelträger der auf dem Deutschen Wandertag vertretenen Vereine und Verbände zum Auftakt des Festaktes in den Europasaal der Stadthalle einmarschierten – musikalisch begleitet vom Blasorchester Hannover, das zur Feier des Tages ein Wanderliederpotpourri zu Gehör brachte. In seiner Festansprache stellte Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Bedeutung der Wandergebiete innerhalb der Bundesrepublik Deutschland heraus. „Es muss die Sorge aller sein, die noch am wenigsten berührten Bereiche davor zu bewahren, dass sie mit Plastik- und Blechlawinen zugedeckt werden“, machte das Staatsoberhaupt mit Nachdruck deutlich. Den Heimat- und Wandervereinen komme hierbei eine ganz besondere Bedeutung zu. Dann folgte die Übergabe der Eichendorff- Plakette und der vom Bundespräsidenten unterzeichneten Verleihungsurkunde. In ihr heißt es unter anderem: „Dem Heimat- und Verschönerungsverein Buer in Melle – gegründet 1883 – verleihe ich die Eichendorff-Plakette als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken erworbenen besonderen Verdienste um die Pflege und Förderung des Wanderns, des Heimatgedankens und des Umweltbewusstseins.“ In einem ausführlichen Bericht über die Ehrung, der kurz darauf im „Meller Kreisblatt“ erschien, heißt es unter anderem: „Den Ausschlag für die Verleihung dieser erstmals im Jahre 1983 vom damaligen Bundespräsidenten Karl Karstens gestifteten Plakette hatte das vorbildliche Engagement des Heimatund Verschönerungsvereins Buer im Bereich der Heimatpflege gegeben. Nachstehend sollen einige der zahlreichen Verdienste aufgeführt werden: Seit geraumer Zeit betreut der Verein ein rund 80 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz mit acht Schutzhütten und vielen Bänken. Darüber hinaus unterhält die Organisation in landschaftlich reizvoller Umgebung den einzigen Waldlehrpfad des Grönegaus.
foto Publikumsmagnet: Nach der Feierstunde in der Stadthalle fanden ein Festumzug durch die Osnabrücker Innenstadt und eine Kundgebung am Heger Tor statt. Tausende von Menschen aus allen Teilen des Bundesgebietes waren auf den Beinen, um diese außergewöhnlichen Ereignisse mitzuerleben.
Dem zurzeit 230 Personen zählenden Mitgliederstamm wird alljährlich ein attraktives Programm mit Tagesfahrten, Kurzwanderungen und Vortragsabenden angeboten. Höhepunkte im Vereinsleben waren die Ausarbeitung und Herausgabe des Buches ,Kirchspiel Buer – Bilder aus vergangener Zeit‘ im Jahre 1983 sowie die Ausrichtung der 100-Jahr-Feier im selben Jahr. 1984 konnte die Tonbildschau ,Ein Streifzug durch das Bueraner Land‘ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden, und erst vor Kurzem wurde der mit Unterstützung der Stadt Melle erstellte Kulturraum seiner Bestimmung übergeben. Alle diese verdienstvollen Aktivitäten fanden jetzt mit der Verleihung der Eichendorf- Plakette ihre Würdigung.“

29.Mai 2011 ©kreisblatt

foto Das Kirchspiel Buer – ein Wanderparadies: Nur wenige Meter vom neuen Parkplatz entfernt eröffnet sich Ausflüglern ein herrlicher Blick in die Umgebung. Fotos: Jürgen Krämer jk BUER. Die Planungen sind abgeschlossen, die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren – und bereits in wenigen Tagen kann die Anlage von Ausflüglern als Abstellplatz für Fahrzeuge genutzt werden: Am Linkerberg in Markendorf entsteht derzeit ein neuer Wanderparkplatz. Zu verdanken ist das dem Bueraner Bürger Walter Heermann, der hierfür eine rund 300 Quadratmeter große Fläche uneigennützig zur Verfügung stellte. „Wir freuen uns sehr über diese Privatinitiative“, erklärte Dieter Huntebrinker als Vorsitzender des Heimatund Verschönerungsvereins Buer, der die Patenschaft für den neuen Parkplatz übernommen hat. Das Areal befinde sich in einer landschaftlich überaus reizvollen Lage, die immer wieder von Ausflüglern als Ausgangspunkt für Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung genutzt werde – mit Anbindung an bedeutende Wanderstrecken wie dem Wittekindsweg. Das Kernproblem, das sich bislang stellte: Da es an geeigneten Einstellplätzen mangelte, stellten viele Erholungsuchende ihre Autos auf einem nahe gelegenen Privatgrundstück ab, was bei den Bewohnern zu Verdruss führte. „Damit ist jetzt Schluss“, stellte Huntebrinker fest. Sein Dank galt neben Walter Heermann für das Bereitstellen des Grundstücks auch der Stadt Melle, die das Anlegen des Parkplatzes mit einer Summe in Höhe von 12 000 Euro unterstützte. Auf der Fläche entstünden derzeit insgesamt zwölf Einstellplätze. Um das Areal optisch aufzuwerten, sei eine Begrünung mit standortgerechten Sträuchern vorgesehen. „Der Betrag in Höhe von 12 000 Euro ist aus unserer Sicht gut angelegtes Geld, betonte Stadtrat Dirk Hensiek. Die Maßnahme trage entscheidend dazu bei, die Parkplatzsituation vor Ort zu optimieren – im Interesse der Anlieger und zum Wohle der Ausflügler Mit der Umsetzung der Maßnahme unterstützt der Heimat- und Verschönerungsverein Buer die Initiative der Stadt, den Grönegau über den 111. Deutschen Wandertag in Melle hinaus als Wanderregion bundesweit zu etablieren. Der neue Parkplatz diene auch als Ausgangspunkt für drei neue Wanderwege, die von ihm in den vergangenen Wochen und Monaten konzipiert worden seien, erläuterte Walter Heermann. Einer dieser Wege führe zum weithin bekannten Ausflugsziel Grünen See,
foto Freuen sich über den erfolgreichen Verlauf des Projektes: Heimatvereinsvorsitzender Dieter Huntebrinker, Grundstückseigentümer Walter Heermann und Stadtrat Dirk Hensiek (von links), hier bei einem Ortstermin.
das in nächster Zeit durch umfangreiche Neugestaltungsmaßnahmen weiter aufgewertet werden soll. Vom neuen Wanderparkplatz aus, so Walter Heermann weiter, seien auch verschiedene attraktive Wandergebiete in der Gemeinde Rödinghausen zu erreichen, mit der ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis gepflegt werde. Ein besonderer Anziehungspunkt in diesem Gebiet: der Aussichtsturm auf dem Nonnenstein. Der Heimatfreund zeigte sich angetan vom raschen Verlauf der Arbeiten. Nach dem Baubeginn am Montag vergangener Woche habe der Parkplatz inzwischen an Kontur gewonnen. „Wir gehen davon aus, dass der Parkplatz bereits in wenigen Tagen genutzt werden kann“, erklärte Walter Heermann abschließend.

29.März 2011 ©kreisblatt

foto Präsentierten die historische Fahne am Rande der Jahreshauptversammlung im Heimathaus: die Vorstandsmitglieder Peter Bahr, Dieter Huntebrinker und Hartmut Langenberg. Fotos: Jürgen Krämer

Alte Fahne erinnert an den Krieger-Verein

Heimat- und Verschönerungsverein zog Bilanz

foto Sehenswert: Auch mit einem besonderen Zierrat wartet die Fahne auf
jk BUER. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie in der Zwischendecke eines Wohn- und Geschäftshauses im Bueraner Ortskern versteckt gehalten. Danach galt sie über Jahrzehnte hinweg als verschollen – die Fahne des Krieger-Vereins zu Buer.Im Zuge von Aufräumarbeiten fiel das seltene Stück jetzt einem Bueraner Bürger zufällig in die Hände – und der übertrug dem Heimatund Verschönerungsverein das Relikt aus längst vergangenen Zeiten als Dauerleihgabe. „Wir freuen uns, diese historische Fahne in den Bestand unseres Heimathauses aufnehmen zu können“, freute sich Vorsitzender Dieter Huntebrinker am Mittwochabend während der Jahreshauptversammlung, zu der sich zahlreiche Mitglieder im Vereinsdomizil am Osnabrücker Tor eingefunden hatten. Die ungefähr 1,50 mal 1,50 Meter große Fahne, die in Verbindung mit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 stehe, gebe Anlass, sich über kurz oder lang mit der Geschichte des Krieger-Vereins zu Buer auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand traditionsgemäß der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden. In seiner Rückschau erinnerte Dieter Huntebrinker daran, dass der Verein seit nunmehr 50 Jahren in den Wintermonaten Vortragsabende ausrichte. In diesen fünf Dekaden hätten insgesamt 198 Veranstaltungen stattgefunden, die mehr als 8000 Besucher anlockten. „Auf große Resonanz stößt in unserem Heimathaus nach wie vor die Ausstellung über die Glocken im Kirchspiel Buer, die im Herbst 2009 aus Anlass der Wiedereinweihung des Bueraner Glockenspiels zusammengestellt worden war“, berichtete der Redner. Ein lebhaftes Echo hätten im Berichtszeitraum zudem die Sommerfahrt nach Worpswede und die mehrtägige Reise nach Frauenstein in das Erzgebirge im Herbst gefunden. Die diesjährige Sommerfahrt führe nach Leer. Darüber hinaus seien eine einwöchige Reise nach Island und eine Sechs-Tage-Tour in das Osterzgebirge geplant. Abgerundet werde das Veranstaltungsangebot durch Kurzwanderungen und Vortragsabende. Der Verein habe im Berichtszeitraum umfassende Arbeiten zur Instandhaltung und Beschriftung des rund 80 Kilometer langen Wanderwegenetzes durchgeführt, sagte Huntebrinker weiter. Seinen Angaben zufolge soll die Wanderhütte auf dem „Hasenfriedhof“ die am „Blomenbaum“ ersetzen, die infolge des Orkans „Kyrill“ erheblich beschädigt worden war. Erfreulich: Durch eine Privatinitiative von Bürgern aus Eicken-Bruche wurde das Umfeld der Hütte auf dem Steinbrink in Barkhausen kürzlich „in Schuss gebracht“. Als eines der Highlights im Vereinsleben im Jahre 2010 nannte der Redner die Herausgabe des von Vorstandsmitglied Hartmut Langenberg verfassten Buches „Die Entwicklung der Höfe und Dörfer im Kirchspiel Buer“. Eine weitere Dokumentation, die von Vereinsmitglied Manfred Kloweit-Hermann zum Thema „Kellenberg“ verfasst worden sei, solle als „Grönegauer Heimatheft“ unter der Federführung des Heimatvereins Melle in diesem Jahr herausgebracht werden. Zu den Projekten, die der Heimat- und Verschönerungsverein Buer in nächster Zeit realisieren möchte, zählt zum einen der Erhalt des Grünen Sees in Markendorf als Ausflugsziel. „Nach derzeitigem Stand der Dinge ist geplant, die abgängige Bausubstanz abzutragen und durch eine Art Blockhaus mit Grillmöglichkeit zu ersetzen“, so der Vorsitzende. Des Weiteren wolle der Verein am Linker Berg in Markendorf einen neuen Wanderparkplatz anlegen – mit freundlichem Entgegenkommen des Grundeigentümers Walter Heermann. Als erfreulich bezeichnete Huntebrinker die Tatsache, dass der Verein jetzt über eine eigene Homepage verfüge. Der Auftritt, der von Lars Ewering gestaltet wurde, sei im Internet unter www.huvvbuer. de zu finden und als „umfangreich und informativ zu bezeichnen. Dass die Bueraner Heimatfreunde über eine solide finanzielle Basis verfügen, ließ der Bericht von Schatzmeister Peter Bahr erkennen. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Im Abschluss an die Regularien wurde die Tonbildschau „Ein Streifzug durch das Bueraner Land“ aufgeführt, die in den Jahren 1982 und 1983 mit Fotos von Hans Walke und Jürgen Krämer entstand und im Jahre 1984 unter großer Beteiligung der Bevölkerung uraufgeführt wurde.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse/Bilanz'11

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