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Pressestimmen

18.November 2011 ©kreisblatt

foto Die endgültige Fassung: So soll die neue Pforte für den Jüdischen Friedhof im Sunderbrook bei Buer aussehen. Die Einweihung der Pforte soll im Frühjahr 2012 erfolgen. Zeichnung: Peter Fischer-Blessin

Steine aus dem Heiligen Land

Symbole für die Zehn Gebote sollen das neue Friedhofstor zieren

pm/jk BUER. Die Planungen zur Gestaltung einer neuen Pforte für den Jüdischen Friedhof im Sunderbrook bei Buer nehmen Form an.
Nachdem der Vorstand des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Niedersachsens mit seinem Vorsitzenden Michael Fürst an der Spitze erst kürzlich eine Änderung an dem bislang vom Heimat- und Verschönerungsverein Buer favorisierten Entwurf angeregt hatte, stellte Künstler Peter Fischer- Blessin am Dienstagabend in Buer die endgültige Gestaltungsvariante des Tores vor. „Wir sind sehr angetan von diesem Projekt, das als außergewöhnlich zu bezeichnen ist, und hoffen, dass die neue Pforte genauso schön gestaltet wird, wie sie auf dem Entwurf zu sehen ist“, hatte kurz vor der offiziellen Präsentation der Beauftragte des Landesverbandes, Bodo Gideon Riethmüller, in einem Telefonat mit Jürgen Krämer erklärt, der dieses Projekt als Vorstandsmitglied des Heimat- und Verschönerungsvereins initiierte. Wie sieht nun der endgültige Plan aus? Auf Vorschlag des Künstlers sollen die beiden Flügel des Tores an zwei Pfeilern aus Backstein befestigt werden – mit der sandsteinernen Hinweistafel „Jüdischer Friedhof von 1819 der Gemeinden Buer und Rabber“ auf dem rechten und einem Mosaik in Form eines Davidsterns an der linken Säule. Auf beide Säulen sollen als weitere besondere Gestaltungselemente zwei Kugeln ruhen, die für Vollkommenheit stehen. Das Tor selbst besteht aus einem Geflecht von schmiedeeisernen Efeuranken und zwei stilisierten Menora-Leuchtern, in deren Ständer Steine aus dem Heiligen Land eingebracht werden sollen. „Der Efeu ist bei uns ein altbekanntes Symbol auch für die Heimat. In diesem Fall wäre es im doppelten Sinne zu interpretieren: einmal die Heimat hier und zum anderen die Wunschheimat Israel“, so Peter Fischer-Blessin. Der Präsentation des endgültigen Entwurfs wohnte auch Pastor Ingo Krahn bei. Und das aus gutem Grund; denn der Geistliche hatte unlängst mit evangelischen Christen aus Hoyel, Neuenkirchen, Melle-Mitte und aus dem Raum Peine eine Reise nach Israel unternommen – mit einem Spezialauftrag. „Wir sollten während dieser Rundreise Steine für die Pforte zusammentragen“, berichtete der Pastor. Die Umsetzung dieses Auftrags habe sich für alle Beteiligten als ein spannendes Unterfangen erwiesen.
foto Präsentierten Fundstücke aus dem Heiligen Hand, die für das neue Tor auf dem Jüdischen Friedhof bestimmt sind: Dieter Huntebrinker, Peter Fischer-Blessin, Ingo Krahn und Jürgen Krämer (von links).
Foto: Heimat- und Verschönerungsverein Buer
So sammelten die Reisenden Steine an den vier heiligen Orten Jerusalem, Hebron, Safed und Tiberias. „Weitere Steine stammen vom Ufer des Sees Genezareth, vom Ölberg, aus Masala am Toten Meer, aus Jericho, Bethlehem und aus Beersheba, dem südlichsten Ort des biblischen Israel“, erläuterte Ingo Krahn, der sich erleichtert darüber zeigte, dass es vor dem Transfer nach Deutschland keine Probleme mit dem israelischen Zoll gab. Was die Reisegruppe außerdem mit in den Grönegau brachte: Wasser aus dem Jordan. „Reiseteilnehmerin Jutta Milker schlug vor, dieses Wasser symbolisch beim Anrühren des Mörtels für das Fundament der Säulen einzusetzen“, berichtete der Pastor. Ein Vorschlag, der von Peter Fischer-Blessin und den beiden Heimatvereins- Vorstandsmitgliedern Dieter Huntebrinker und Jürgen Krämer mit sichtlicher Begeisterung aufgenommen wurde.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse

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