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Pressestimmen

27.Juli 2012 ©kreisblatt

Ein Tor zur Erinnerung

Neue Pforte des jüdischen Friedhofs mehr als ein schmucker Eingang


Von Petra Ropers
foto In einer Feierstunde stießen sie das Tor auf zum Gedenken und zum Miteinander: Superintendent Wolfgang Loos, Pastor Ingo Krahn, HVV-Vorsitzender Dieter Huntebrinker, Kantor Baruch Chauskin, Künstler Peter Fischer-Blessin, Initiator Jürgen Krämer und Bodo-Gideon Riethmüller, Vorstandsmitglied des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden (von links). Fotos: Petra Ropers
BUER. Alte, verwitterte Grabsteine ziehen die Verbindung von der Zeit zur Ewigkeit. Unter mächtigen Bäumen, von einer hohen Hecke vor neugierigen Blicken geschützt, zeugen sie von einem über Jahrhunderte friedlichen Miteinander der Religionen und Kulturen, das auch in Buer gewaltsam zerschlagen wurde: Der jüdische Friedhof am Rande des Ortes ist mehr als eine Ansammlung von Grabstätten.
Als Zeugnis einer lebendigen jüdischen Gemeinde in der Region würdigte Dieter Huntebrinker, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins (HVV) Buer, die Friedhofsanlage. Anderthalb Jahre lang wirkte deshalb der Verein auf Initiative von Vorstandsmitglied Jürgen Krämer darauf hin, den Friedhof
foto Mehr als eine Ansammlung von Grabstätten: Der jüdische Friedhof in Buer erinnert an Jahrhunderte des lebendigen, friedvollen Miteinanders, das gewaltsam zerschlagen wurde.
mit einer neuen, der Bedeutung der Stätte angemessenen Toranlage auszustatten. Im Beisein von Bodo-Gideon Riethmüller, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, wurde das Tor am Mittwoch offiziell seiner Bestimmung übergeben. „Der Landesverband ist über diese großartige Pforte sehr froh“, betonte Riethmüller. Insgesamt 210 pflegeverwaiste Friedhöfe, deren Gemeinden ausgelöscht wurden, habe der Landesverband zu verwalten. Doch die Pflege fordert erheblich mehr Mittel, als tatsächlich zur Verfügung stehen. Umso höher wertet der Verband das finanzielle und ehrenamtliche Engagement in Buer. Denn dessen Bedeutung geht für Riethmüller über die rein optische Aufwertung der Ruhestätte hinaus: „Hier wurde öffentlich dokumentiert, dass es auch um den Erhalt des Andenkens jüdischer Menschen in der Region geht.“ Mit einem Buchpräsent dankte er deshalb insbesondere Initiator Jürgen Krämer, dem HVVVorsitzenden Dieter Huntebrinker, Pastor Ingo Krahn und dem Künstler Peter Fischer- Blessin. Hinter dem von ihm entworfenen Tor erinnern 47
foto Jedes Blatt ein Unikat: Restemeyer fertigte die Efeublätter, die als dezenter Schmuck in den Torflügeln ranken. Steine von bedeutsamen Stätten des Heiligen Landes brachte eine Reisegruppe um Pastor Ingo Krahn für das neue Eingangstor mit.
Grabsteine aus 200 Jahren an die Synagogengemeinde Melle-Buer-Rabber. Zehn Steine aus dem Heiligen Land zieren neben 64 handgeschmiedete Efeublätter die beiden Torflügel und verweisen damit zugleich auf die enge Verbundenheit von Judentum und Christentum. Denn eine Reisegruppe um Pastor Ingo Krahn sammelte die Steine an für beide Religionen bedeutsamen Orten wie Bethlehem, Jericho und Jerusalem. In ihrer Unterschiedlichkeit vereint in den beiden Torflügeln schmücken sie nun sinnträchtig eine Anlage, die für Ortsbürgermeister Wilhelm Hunting ein Symbol von Offenheit und Toleranz und zugleich eine Verpflichtung ist, Vorbehalte zwischen den Kulturen und Religionen weiter abzubauen. „Wir können das Erbe unserer Väter und Großväter nicht ausschlagen und müssen immer aktiv an einem Miteinander arbeiten“, rief auch Dieter Huntebrinker dazu auf, sich weiterhin zu engagieren. Der Heimat- und Verschönerungsverein richtet dazu seinen Blick auf die junge Generation: In Zusammenarbeit mit der BBS Melle startet nach den Sommerferien ein Schulprojekt, in dem das Verständnis der verschiedenen Kulturen erarbeitet wird.

Heimat- und Verschönerungsverein Buer e.V./Presse

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